Frankenapostel: Kilian, Kolonat und Totnan

von Redaktion

Würzburg – Die Heiligen Kilian, Kolonat und Totnan sind die Patrone des Bistums Würzburg und werden auch als Frankenapostel bezeichnet. Die irischen Wandermissionare brachten im 7. Jahrhundert den christlichen Glauben nach Franken. Laut Überlieferungen überzeugten sie zunächst den dortigen Herzog, sich taufen zu lassen. Dessen Ehefrau, die zugleich seine verwitwete Schwägerin war, ließ die drei Männer jedoch später hinrichten. Denn Kilian hatte die Ehe zwischen Schwager und Schwägerin kritisiert. Papst Zacharias erlaubte die Verehrung der drei Männer als Märtyrer im 8. Jahrhundert. Die Reliquien werden bis heute in Würzburg verehrt. Ihre Schädel sind in den Hauptaltar des Würzburger Kiliansdoms eingelassen, die Gebeine sind in der Krypta der benachbarten Neumünsterkirche. Während der Kiliani-Oktav rund um den Gedenktag des heiligen Kilian am 8. Juli wird der Schrein mit den Schädeln öffentlich gezeigt. Zudem findet das Kiliani-Volksfest in dieser Zeit statt.

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