„Wir werden sehen, was passiert“

von Redaktion

Washington – Donald Trump ist bekannt dafür, Journalisten spontan Interviews zu geben. Öfter ruft der US-Präsident sogar von sich aus an – übrigens auch bei Medien, die ihm eigentlich kritisch gegenüberstehen. So pflegt er beispielsweise einen kurzen Draht zu Maggie Haberman, die seit vielen Jahren für die „New York Times“ über ihn berichtet. Kurz nach seiner Bekanntgabe der Waffenruhe mit dem Iran gab er der Nachrichtenagentur AFP ein Spontan-Interview. Das Gespräch im Wortlaut:

Können Sie nach Ihrem heutigen Friedensabkommen mit dem Iran von einem Sieg sprechen?

Ein totaler und vollständiger Sieg. 100 Prozent, daran besteht kein Zweifel. Kein Zweifel.

Es scheint jedoch noch viel zu klären zu sein, zum Beispiel in Bezug auf die Straße von Hormus?

Nun, ich weiß nicht. Wir haben viele Punkte. Wir haben ein 15-Punkte-Abkommen, von denen die meisten vereinbart wurden. Wir werden sehen, was passiert. Wir werden sehen, ob es dazu kommt.

Und was passiert, wenn Sie sich nicht einigen, werden Sie dann zu Ihrer ursprünglichen Drohung zurückkehren?

Nun, das werden Sie abwarten müssen.

Darf ich noch eine weitere Frage stellen, Herr Präsident: War China daran beteiligt, den Iran an den Verhandlungstisch zu bringen?

Ich habe gehört, ja. Ja, das waren sie.

Und was ist mit dem Uran?

Darum wird sich bestens gekümmert, sonst hätte ich der Vereinbarung nicht zugestimmt.

Okay. In welcher Weise, wenn ich fragen darf?

Okay? Ich hätte nicht zugestimmt. Okay, vielen Dank.

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