München – Seine letzte Ruhestätte soll Mario Adorf seinem Manager Michael Stark zufolge in seiner Wahlheimat Saint-Tropez finden. Das sei sein letzter Wunsch gewesen. Saint-Tropez ist auch die Heimat seiner Ehefrau Monique Faye, die er 1985 heiratete. Kollegen und Politiker nahmen mit einer persönlichen Würdigung Abschied von dem Film- und Fernsehstar.
Heiner Lauterbach, Schauspieler, postete auf Instagram: „Lieber Mario, schon als Kind hatte ich Bilder von dir über meinem Bett hängen. Aus den alten Karl-May-Filmen. Du hast in diesen Filmen meist die Bösewichte gespielt. In Wirklichkeit warst du ein herzensguter Mensch, ein großer Kollege und wahrer Freund.“
Veronica Ferres, Schauspielerin, schrieb auf Instagram: „Lieber Mario, es fällt mir unendlich schwer, Worte zu finden. Bei „Rossini“ begegnete ich dem Superstar Mario Adorf zum ersten Mal und durfte den privaten Mario dann näher kennenlernen. Du warst einer der warmherzigsten Menschen, der mir je begegnet ist. (…) Du hast mir Vertrauen geschenkt, mich inspiriert und mich immer wieder daran erinnert, warum wir diesen Beruf lieben. Nicht wegen des Ruhms, sondern wegen der Menschen, der Begegnungen, der Wahrheit in einem Moment.“
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: „In seinen Rollen hat Mario Adorf uns Stärken und auch Schwächen des Menschen nahegebracht – mit großer Intensität und sehr viel Feingefühl. Viele seiner Figuren (…) werden immer wieder erinnert, zitiert – und sie wurden und werden geliebt. (…)Adorf brachte seine Figuren durch seine unnachahmliche sprachliche Kraft und körperliche Präsenz zum Leuchten.“
Ministerpräsident Markus Söder: „Deutschland verliert einen Giganten des deutschen Films. Mario Adorf war ein Schauspieler mit unglaublicher Wucht, großem Charisma und einer unverwechselbaren Stimme. Er hat seine Rollen nicht nur gespielt, sondern gelebt. Bayern war dabei ein wichtiger Anker seines Lebens.“
ZDF-Intendant Norbert Himmler: „Mario Adorf war ein Schauspieler von außergewöhnlicher Präsenz und Tiefe, der Generationen von Zuschauern geprägt hat. (…) Sein Werk hat weit über einzelne Rollen hinausgewirkt und ist fest im kollektiven Gedächtnis verankert.“WHA