Arznei per Klick gibt‘s in Online-Apotheken. © smarterpix
Berät Sie vor Ort: Apothekerin Ourania Katsarou in der Pfauen-Apotheke in Unterhaching. © M. Schlaf
München – Etwa sechs Milliarden Euro werden in Deutschland pro Jahr für rezeptfreie Medikamente ausgegeben, schätzen Experten. Käufer bevorzugen dabei weiterhin die Apotheken vor Ort, wie eine Umfrage von Pharma Deutschland zeigt. Fast zwei Drittel (62 Prozent) der Befragten erwerben rezeptfreie Arzneimittel in einer Apotheke, lediglich ein Viertel (23 Prozent) nutzt Versandapotheken. So können Sie beim Kauf sparen:
In der Apotheke:
„Eine Möglichkeit für günstigere Medikamente sind Generika“, erklärt Apothekerin Ourania Katsarou von der Pfauen-Apotheke in der Parkstraße 27 in Unterhaching. „Die Kunden sollten eine Stammapotheke haben, der sie vertrauen. Dort sollten sie sich gut beraten lassen, damit der Apotheker auch über Allergien und andere gesundheitliche Probleme Bescheid weiß.“ Dann können auch Generika eingesetzt werden, also Nachahmerprodukte, die die gleichen Wirkstoffe wie die Originalpräparate enthalten. „Hier gelten die gleichen strengen Anforderungen an die Arzneimittelsicherheit. Und auch wenn die Verpackungen und Arzneimittel unterschiedlich aussehen können, wirken sie wie das Original“, sagt Ourania Katsarou. Günstiger sind sie deshalb, weil die Hersteller das Mittel nach Ablauf des Patentschutzes kopiert haben, ohne dass Forschungskosten angefallen sind.
Vier Preis-Beispiele aus der Pfauen-Apotheke:
Leichte bis mäßige Kopfschmerzen: Aspirin von Bayer gibt es in der Packung mit 20 Tabletten für 8,59 Euro. Der gleiche Wirkstoff steckt im Mittel ASS-ratiopharm, hier kosten 30 Tabletten 5,99 Euro.
Bei Heuschnupfen: Für eine freie Nase soll das Mometahexal Allergie Nasenspray sorgen. Das kortisonhaltige Nasenspray (10 g) kostet 13,60 Euro. Das Allergiespray von 1A Pharma gibt es für 8,98 Euro.
Kleinere Hautverletzungen, Risse: Die Bepanthen Wund- und Heilsalbe kostet in der 20-Gramm-Größe 7,89 Euro. Der Panthenol-ratiopharm-Wundbalsam in der 35-Gramm-Tube kostet 5,50 Euro.
Bei akutem Durchfall: Das Mittel Imodium (Hersteller Kenvue Germany GmbH) kostet in der Packung mit zwölf Kapseln 10,89 Euro. Das Mittel Loperamid von ratiopharm kostet mit zehn Filmtabletten 5,41 Euro.
Arzneimittel für Kinder: Manche rezeptfreien Mittel für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, etwa bei Erkältungen oder Schmerzen, werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Voraussetzung: Mittel wurde vom Arzt verordnet. Bitte vorher bei der Kasse nachfragen!
Online-Apotheke: Rezeptfreie Arznei ist in Online-Apotheken oft günstiger, weil diese bei Betriebskosten sparen (Mieten oder Personalkosten). Nachteile: keine persönliche Beratung vor Ort, Mittel nicht sofort verfügbar, Versandkosten möglich. Beispiele: Bei Doc Morris kostet Aspirin (20 Stück) 6,89 Euro, ASS ratiopharm (30 St.) kostet 3,69 Euro. Imodium (12 Hartkapseln) wird mit 8,19 Euro beworben, Loperamid ratiopharm (10 St.) mit 2,40 Euro.MW