Das Delir-Risiko kann sinken, wenn man eine vertraute Person im Krankenhaus bei sich hat. Als Vorbereitung auf eine Operation ist Bewegung gut, zum Beispiel tägliches Spazierengehen. © smarterpix
München – Jeder Patient kann selbst „aktiv dazu beitragen, ein Delir zu vermeiden“, davon ist Dr. Christine Thomas, Ärztliche Direktorin am Klinikum Stuttgart, überzeugt. Die Fachärztin für Psychiatrie gibt einige Tipps, was Sie für Ihre Gesundheit tun und wie Sie einen Krankenhausaufenthalt vorbereiten können:
Ausreichend Schlaf: Am besten sind mehr als sechs Stunden täglich.
Regelmäßige Bewegung: Sie sollten schon einige Wochen vor einer geplanten OP versuchen, täglich spazieren zu gehen. Auch ein leichtes Training mit Gewichten stärkt Ihre Gesundheit. Wenn Sie keine Hanteln daheim haben, können Sie z. B. Wasserflaschen anheben.
Ausgewogene Ernährung: Der Nährstoffbedarf bleibt hoch, auch wenn der Stoffwechsel im Alter langsamer arbeitet. Viele Nährstoffe stecken in Gemüse, Vollkorn- und fettarmen Milchprodukten.
Trinken: Oft lässt das Durstgefühl im Alter nach. Um ein Dehydrieren zu vermeiden, rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung Senioren, mindestens 1,3 Liter Flüssigkeit über Getränke pro Tag zu sich zu nehmen – im Sommer mehr.
Hörgerät und Brille: Damit arbeiten Sie an Ihrer geistigen Aktivität, weil Sie besser hören und sehen können. So werden soziale Kontakte leichter aufrechterhalten.
Unterlagen für die Klinik: Versichertenkarte, Impfausweis und Medikamentenliste sind wichtig, dazu eine Telefonliste mit notwendigen Nummern mitnehmen.
An Hilfsmitttel denken: Zahnprothese, Gehhilfe, Rollator oder auch rutschfeste Schuhe nicht vergessen.
Für den Aufenthalt auf der Station: Buch, Schreibutensilien oder auch ein Rätselheft sowie persönliche Gegenstände, zum Beispiel Familien- oder Urlaubsfotos, einpacken.
Vertraute Person: Fragen Sie nach, ob eine vertraute Person während des Klinikaufenthalts bei Ihnen bleiben kann.MW