Der Tumor von Anton T. hatte bereits gestreut. © M. Hangen
Königsbrunn – Die Krebsart, die seine Prostata befallen hatte und sich dann auch bereits über diverse Lymphknoten im Körper ausbreitete, war hochaggressiv. „Ich müsste eigentlich tot sein“, sagt Patient Anton T. Dass die Krebszellen überhaupt entdeckt wurden, verdankt er einem Zufall: „Ich habe aus Vorsorgegründen ein Ganzkörper-CT und Ganzkörper-MRT machen lassen, und dabei wurden zunächst die Metastasen in den Lymphknoten, dann der Ursprungstumor in der Prostata entdeckt“, erzählt der 70-Jährige.
Man punktierte einen Lymphknoten, untersuchte die Gewebeprobe und entschied sich dafür, vor der Operation zunächst eine Chemotherapie und eine erweiterte Hormontherapie zu verabreichen, erklärt Prof. Christian Stief. „Diese Medikamente zeigten eine gute Wirkung“, erklärt der Urologe – die Krebszellen in den Lymphknoten waren bald ausgelöscht, aber der aggressive Ursprungstumor in der Prostata überlebte. „Dies ist typisch, und deshalb ist es wichtig, hier den Ursprungstumor dann sauber operativ zu entfernen“, erklärt Stief. Dies gelang ihm bei der OP am 24. Februar. Mehr zu dieser neuen Herangehensweise im Kampf gegen Krebs lesen Sie am kommenden Mittwoch auf unserer Medizinseite.SVS