Katzen können bei allergischen Menschen zu Problemen führen. © smarterpix
München – Abgesehen vom Heuschnupfen gibt es eine Vielzahl anderer Überempfindlichkeiten. Dr. Christoph Liebich listet weitere Allergien auf:
Kontaktallergie: Stoffe, die direkt die Haut berühren, sorgen für Beschwerden. Die häufigsten Auslöser sind Metalle wie Nickel oder Zink, die in Modeschmuck oder Knöpfen stecken. Auch Duftstoffe in Parfums und Cremes können Probleme verursachen.
Hausstaubmilbenallergie: Der Körper reagiert auf winzige Eiweiße im Kot und den Überresten von Hausstaubmilben. Milben sind etwa 0,1 Millimeter groß und halten sich gern in Kissen, Decken und Matratzen auf. Das hilft: Bettzeug regelmäßig mit 60 Grad waschen, keine Staubfänger im Schlafzimmer.
Tierhaarallergie: Hier ist nicht das Tierhaar selbst schuld, sondern Proteine im Speichel der Haut, die sich über die Haare verteilen. Die häufigsten Auslöser sind Katzen, Hunde, Meerschweinchen und Pferde. Das hilft: Nach dem Kontakt mit dem Tier am besten Hände waschen.
Schimmelpilzallergie: Das Immunsystem bekämpft winzige Schimmelsporen, die eingeatmet wurden, weil sie sich in feuchten Wohnräumen (Keller, Bad) oder in der Natur (Kompost, Laub) finden. Teilweise können sie auch durch die Nahrung aufgenommen werden. Das hilft: Räume gut lüften und trocken halten. Bitte Vorsicht bei der Gartenarbeit.
Medikamentenallergie: Häufige Auslöser sind Antibiotika (besonders Penicillin) und Schmerzmittel. Das Wichtigste ist: Nach Absprache mit dem Arzt das auslösende Medikament absetzen.
Nahrungsmittelallergie: Kuhmilch, Hühnerei, Nüsse und Krustentiere zählen zu den häufigsten Auslösern. Das hilft: Bei leichten Beschwerden Antihistaminika oder Kortisonpräparate, bei schlimmen Reaktionen wie Atemnot sofort den Notruf 112 wählen.
Insektengiftallergie: Der Körperstuft harmlose Eiweißstoffe im Gift von Insekten, hauptsächlich bei Bienen oder Wespen, fälschlicherweise als gefährlich ein. Die schlimmste Folge ist der allergische Schock, der lebensbedrohlich sein kann. Auch hier gilt: 112 rufen!
Kreuzallergie: Etwa 60 Prozent der Heuschnupfenpatienten entwickeln im Lauf der Zeit eine Nahrungsmittelallergie, hier spricht man von Kreuzallergie. Grund: Der Körper verwechselt spezifische Eiweißstrukturen, die in beiden vorkommen. Häufig ist eine Kreuzallergie zwischen Birkenpollen und Äpfeln.
Sonnenallergie: Rötungen, Bläschen oder Pusteln entstehen, wenn das Immunsystem überempfindlich auf UVA-Strahlen reagiert. Häufig betroffen davon sind junge Frauen und Kinder. Das sorgt für Linderung: Haut mit kalten, feuchten Umschlägen kühlen, Hydrocortison-Cremes, Antihistaminika, Sonne meiden.