Ab 40 sollte man mindestens einmal im Jahr messen. © dpa
Mehr als 20 Millionen Erwachsene in Deutschland leiden unter Bluthochdruck, doch jeder Fünfte weiß nichts davon. Oft spüren die Betroffenen jahrelang nichts. Unbehandelt drohen Herzinfarkt, Herzschwäche, Vorhofflimmern, Schlaganfall oder Nierenversagen. Anlässlich des gestrigen Welthypertonietags rufen die Deutsche Herzstiftung und andere medizinische Verbände unter dem Motto „Lass‘ Dich checken!“ zum regelmäßigen Messen auf. Experten raten unter anderem dazu:
Regelmäßig messen: Ab einem Alter von 40 Jahren sollte der Blutdruck mindestens einmal jährlich überprüft werden.
Auch vermeintlich leicht erhöhte Werte ernst nehmen: Die aktuellen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) stufen bereits Werte ab 120–139/ 70–89 mmHg als erhöht ein. Wissenschaftliche Analysen zeigen: Bei einem Blutdruck zwischen 120/80 und 140/90 mmHg steigt die Schlaganfallgefahr um 66 Prozent, bereits bei Messwerten zwischen 130/85 und 139/89 verdoppelt sich das Herzinfarktrisiko.
Übergewicht abbauen und trainieren: Als Faustregel gilt: Wer zehn Kilo abspeckt, der kann seinen Blutdruck allein dadurch um 10 mmHg senken. Wer sich regelmäßig bewegt, kann nach einigen Wochen seine Messwerte um 10 mmHg, manchmal sogar um 20 mmHg drücken. Wichtig: Lassen Sie sich vorm Trainingsstart ärztlich durchchecken.
Stress und Schlafmangel verringern: Diese Lebensstilfaktoren treiben den Blutdruck nach oben. Die erhöhten Stresshormone führen zu schnellerem Puls, kräftigerem Zusammenziehen des Herzmuskels und einer Verengung der Gefäße im Körper.BEZ