Senioren sind besonders anfällig für Brüche. © smarterpix
Berlin – Bis zum Jahr 2030 müssen einer Studie zufolge deutlich mehr ältere Menschen nach Stürzen behandelt werden, während gleichzeitig das medizinische Personal knapper wird. Schon heute betreffe mehr als die Hälfte aller Knochenbrüche Menschen mit über 70 Jahren, warnen Fachgesellschaften. „Wenn ein älterer Mensch stürzt, geht es oft längst nicht nur um den Knochenbruch“, erläutert Christopher Spering, federführender Autor der Studie. „Unsere Aufgabe ist es dann nicht nur, die Fraktur zu behandeln, sondern Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität möglichst wiederherzustellen.“
Unfallchirurgen werden knapper
Unfallchirurgen schlagen Alarm, da bereits jetzt der Weg zum nächsten spezialisierten Krankenhaus oft mehr als 30 Minuten dauert. Zudem ist mehr als die Hälfte der Fachärzte über 50 Jahre alt, es fehlt an Nachwuchs. Die Experten fordern deshalb den sicheren Erhalt von rund 800 Klinikstandorten und weniger Bürokratie.MW