Der Hirschhörnlkopf mit Blick auf den Walchensee. © Michael Reimer
Toller Ausblick: Die Gipfel von Hoher Fricken, Bischof und Krottenkopf bei Garmisch-Partenkirchen. © pa
Die Hängebrücke über die Entenlochklamm ist eine echte Attraktion und leicht begehbar. © Thomas P. Widmann/Picture Alliance
München – Ein kleines Abenteuer verspricht der Schmugglerweg zum Klobenstein. Früher nutzten Schmuggler den Weg, um ihre Waren unbemerkt über die Grenze zu schaffen. Die dreieinhalbstündige Tour zählt zu den leichten Routen. Der gesamte Weg ist als Schmugglerweg ausgeschildert. Die Tour beginnt in Ettenhausen. Kurz nach der Grenze nach Tirol erwartet die Wanderer eine 33 Meter lange Hängebrücke über die rauschende Entenlochklamm. Auf der anderen Uferseite geht es hinauf auf den Klobenstein und zur Lorettokirche. Der Spalt durch den Klobenstein wurde lange Zeit auf übersinnliche Kräfte zurückgeführt. Heute ist klar: Der Fels ist von oben herabgestürzt und senkrecht stehen geblieben. Für eine Pause und Verpflegung können Wanderer im Gasthaus Klobenstein rasten. Danach kann man noch auf der an der Ache gelegenen Sandbank die Landschaft genießen. Die Tour eignet sich auch für Kinder. Insgesamt sind 260 Höhenmeter zu überwinden.
Eine mittelschwere Tour bietet der Weg von der Jachenau auf den Hirschhörnlkopf. Dafür sollte man etwa vier Stunden einplanen. Vom Parkplatz am Jachenauer Schützenhaus oder von der Bushaltestelle (Bus fährt nicht regelmäßig) der Straße an der Kirche vorbei aus dem Ort folgen. Die Wegweiser zeigen den Weg zum 1514 Meter hohen Hirschhörnl an. Die Nordhänge des Wetterstein- und Karwendelgebirges sind im Frühjahr noch verschneit und bieten ein schönes Panorama. Auf dem Weg können Bergsteiger auch die Flora und Fauna zwischen tiefblauen Blütenköpfen von stängellosem Kalk-Enzian und Frühlings-Enzian sowie das schimmernde Gelb des Hahnenfußes genießen. Auf dem Gipfel wird man mit einem traumhaften Blick über den Walchensee und das Wettersteingebirge belohnt. Die Pfund-Alm bewirtet allerdings ab Juni keine Wanderer, da sie dann Weidevieh beherbergt. Deshalb lohnt es sich, Essen mitzunehmen oder danach im Ort im Schützenhaus oder dem Gasthof Jachenau einzukehren.
Anspruchsvoll ist die Tour von Oberau (Gemeinde Garmisch-Partenkirchen) auf den Bischof. Dafür zuerst dem asphaltierten Radweg nach Farchant folgen. Die Abzweigung Richtung Bischof ist angeschrieben, dann geht es bergauf. Für eine anspruchsvollere Variante an der einzigen Kreuzung dem Weg links zum Krottenkopf bis zum Gipfelkreuz vom Bischof folgen. Ansonsten rechts halten. Nach 200 Metern kommt hier eine erneute Kreuzung, nach links abbiegen. Nach dem ersten Gipfel dem Weg Richtung Hoher Fricken folgen. Dort angekommen auf den höchsten Punkt steigen. Dann geht es steil hinunter. In den Latschenkiefern links abbiegen. An den Wasserfällen Richtung Kuhfluchtgraben weitergehen. Dem breiten Weg etwa einen halben Kilometer folgen, Brücke überqueren und Richtung Oberau zurückwandern. Die Tour dauert etwa sieben Stunden. Dabei werden die Bergsteiger mit einem Blick über das Estergebirge, zum Wettersteingebirge, ins Karwendelgebirge und in die Ammergauer Alpen belohnt. Achtung: Beim Rückweg sehr vorsichtig absteigen.MARIE-THERES WANDINGER