Der Steinsee im Landkreis Ebersberg ist sehr warm, weil er sich aus Quellwasser speist. © Stefan Rossmann
Sarah und Hilal entspannen am Olchinger See. © Weber
Auf dem Pilsensee lässt es sich gut paddeln. © Andrea Jaksch
Besonders sauber: Der Riemer See ist noch jung – bietet den Badegästen aber nur sehr wenig Schattenplätze. © Bodmer
■ Olchinger See
Der beliebte Badesee, rund 20 Kilometer von München entfernt, entstand im Jahr 1940 durch Kiesabbau für die Reichsbahn. Der See ist auf neuestem Stand und bietet neben fünf Hektar Liegefläche auch Einstiegshilfen mit Geländer für Rollstuhlfahrer und eine Umkleidekabine für Gehandicapte. Gut: Viele Bereiche führen sehr flach ins Wasser, was Familien mit kleinen Kindern besonders schätzen. Am Ufer gibt es einen Biergarten-Kiosk und ein italienisches Restaurant. Auch eine Minigolf-Anlage steht im Nordteil des Sees, und wer mag, kann das Gewässer locker in etwa 20 Minuten (1,5 Kilometer) umrunden. Teile des Ufers sind Naturschutz- und Schilfzonen und nicht zugänglich.
■ Waldschwaigsee
Weil der naturbelassene Baggersee bei Karlsfeld mit seinen etwa zehn Hektar bis zu knapp 15 Meter tief ist, kann man auch bei Hitze gut Abkühlung finden. Die Insel in der Mitte des Gewässers sieht zwar verlockend aus, ist aber tabu – denn sie steht unter Naturschutz, hier brüten Wildgänse. Die Oase bei Dachau lockt mit Liegewiesen und einem Kiosk mit Bierbänken. Hunde sind am See während der Saison von Mai bis September nicht erlaubt, wildes Grillen ist auch verboten. Wer kann: Mit dem Radl anreisen – die wenigen Auto-Parkplätze sind schnell voll.
■ Unterschleißheimer See
Rund acht Hektar klein, aber oho: Der in den frühen 1980ern entstandene Baggersee ist ein Renner, vor allem für Familien mit Kindern. Ein Teil des Strandes lockt mit Sand, der Einstieg ins Wasser ist flach, und die weitläufige Liegewiese bietet je nach Bedarf Licht und Schatten. Beachvolleyball, Tischtennis und ein Spielplatz sorgen für sportliche Abwechslung, für die Kulinarik gibt es ein See- und ein Beach-Restaurant und ein Eis-Standl. Wer Glück hat, ergattert einen Tisch direkt am Ufer. Der Pkw-Parkplatz ist groß, aber auch hier gilt: Er kann rappelvoll werden, wenn man zu spät dran ist. Mit der S-Bahn ist es mühsam, und derzeit mit der schrecklichen S1 sowieso.
■ Riemer See
Die Oase im Osten ist gerade mal 21 Jahre alt. Das Nass-Nesthäkchen sozusagen. Der künstlich angelegte Badesee entstand im Rahmen der Bundesgartenschau im Jahr 2005. Weil hier eine ständige Grundwasserzirkulation stattfindet, gilt der Riemer See als einer der saubersten der Stadt. Das Ostufer bietet einen flachen Kiesstrand und eine große Liegewiese. Die drei Volleyballfelder, der Spielplatz und die Schaukeln sind heiß begehrt. Obacht: Es gibt weder viel Schatten noch eine dauerhafte Badeaufsicht – und nur einen Kiosk am Ostufer für Snacks, Getränke und Eis. Also Kühltasche nicht vergessen. Es herrscht Hundeverbot. Die Anreise mit den Öffentlichen ist einfach, hier kommt man gut mit der U2 (bis Messestadt Ost) hin. Parkplätze sind rar.
■ Steinsee
Per Rad oder Pkw – anders wird es schwierig, das Schmuckstück im Landkreis Ebersberg zu erreichen. Der 21 Hektar große See gilt als eines der wärmsten (Moorsee) und auch saubersten Gewässer, weil er sich hauptsächlich aus unterirdischem Quellwasser speist. Größere Gruppen und Sonnenanbeter tummeln sich auf den Liegeflächen. Wer es idyllischer mag, geht links zum Ufer runter und sucht sich ein schattiges Plätzchen. Das Restaurant Steinsee bietet gehobene Küche, aber es gibt auch einen Kiosk. Die Sonnenterrasse bietet herrliche Blicke auf Wald und Wasser. Mit Eintritt, Parkplätze vorhanden (gebührenpflichtig).
■ Tegernsee
Heimat des berühmten Klosters, Bieres, Bräustüberls und etlicher Stars. Der Voralpensee inmitten der spektakulären Berglandschaft hat hervorragende Wasserqualität. Das Ufer ist fast vollständig öffentlich zugänglich. Die fünf Gemeinden – Kreuth, Bad Wiessee, Gmund, Stadt Tegernsee und Rottach-Egern – punkten mit vielen öffentlichen Zugängen zum Wasser. Das Strandbad Ringsee etwa lockt mit Liegewiese, Spielplatz, Tischtennis, Beachvolleyball und einem eigenen Hundestrand. Die Strandhütte Ringsee – nur ein Beispiel – sorgt dafür, dass man weder hungern noch dursten muss. Alle Einkehr-Möglichkeiten: tegernsee.com. Und klar: Eine Schifffahrt bietet sich unbedingt an.
■ Pilsensee
Das zweitkleinste Exemplar im Starnberger Fünfseenland gilt eher als Geheimtipp. Der 195 Hektar große See mit 2,5 Kilometern Länge und bis zu einem Kilometer Breite erwärmt sich rasch. Große Bereiche befinden sich unter Naturschutz, aber das Strandbad (mit Verpflegung, lieblingsplatz-pilsensee.de) besitzt eine große Liegewiese und flache Uferzonen. Neben Schwimmen und Angeln kann man auch Surfen und Stand-up-Paddeln. Boote kann man sich ausleihen. Ein rund zwölf Kilometer langer Rundweg führt fast komplett am Ufer entlang. Öffentlich: S8 nach Seefeld-Hechendorf, dann wenige Minuten bis zum See.MATTHIAS BIEBER