Bereiten alles selbst zu: Markus Sulzmann-Tauber (li.) und sein Sohn Denis vor dem „Kleinen Seehaus“. © Marcus Schlaf
Speis, Trank und Liegestühle: Bettina Jaekel (li.) und Andrea Pfaff genießen den Tag im „Kleinen Seehaus“. Im runden Bild sieht man das Areal aus der Luftperspektive. © Marcus Schlaf
Im Hintergrund der Blick auf das Bergpanorama mit der Zugspitze, auf dem Seewasser glitzert die Sonne, dazu ein kühles Getränk und ein leckeres Essen: In der Beachbar „Kleines Seehaus“ in einer Bucht am Starnberger See schmeckt der Tag nach Urlaub. „Wir haben hier den schönsten Arbeitsplatz in Deutschland“, findet Denis Sulzmann (28).
Er war schon als Kind immer dort, seine Familie hat das Gelände rund um das „Kleine Seehaus“ vor 30 Jahren übernommen. „Früher war es eine Bretterbude“, erinnert sich Chef Markus Sulzmann-Tauber (61). „Wir haben alles mit viel Herzblut und Liebe aufgebaut.“ Heute ist dort ein kleines Selbstbedienungs-Lokal mit Biertischen zum Essen und Ratschen, einer Bobbycar-Rampe für die kleinsten Gäste sowie Liegestühlen und Strandkörben zum Entspannen für die Großen.
„Die Füße in den Sand stecken und die Seele baumeln lassen“, rät Markus Sulzmann-Tauber seinen Gästen. Dafür hat die Wirtsfamilie extra einen kleinen Sandstrand gestaltet. Auch die Freundinnen Andrea Pfaff (54) und Bettina Jaekel (59) haben es sich dort im Liegestuhl gemütlich gemacht. „Ich war schon öfter da“, erzählt Jaekel. „Der Ausblick ist so schön und mir gefällt, dass es bodenständig und nicht abgehoben ist.“ Zum Essen gibt’s „gute, ehrliche, frische Küche“, verspricht Sulzmann-Tauber. Mit seinem Sohn Denis steht er selbst in der Küche. Früher war das „Kleine Seehaus“ ein À-la-carte-Restaurant, inzwischen wurde umgestellt auf reine Außengastronomie mit Selbstbedienung.
„Am wichtigsten ist die Qualität“, sagt Denis Sulzmann. „Wir geben nichts raus, was wir nicht selbst gerne essen.“ Besonders beliebt bei den Gästen ist die Fischsuppe Bouillabaisse (16,90 Euro) nach Art des Hauses. Die Karte variiert, regelmäßig sind darauf auch Gerichte wie Thainudeln in Curry-Kokos-Sauce (10,50 Euro), Wrap mit Pulled Ox (13,50 Euro) oder Currywurst mit Pommes (10,90 Euro) zu finden. Dazu kommen saisonale Tagesgerichte. „Wenn der Fischer Glück gehabt hat, gibt’s eine Renke direkt aus dem See“, sagt Denis.
Die Familie kümmert sich nicht nur um die Beachbar, sondern auch um die Pflege des 40.000 Quadratmeter großen Areals um sie herum. „Die Bucht ist sehr flach, das ist ideal für Kinder“, sagt Denis Sulzmann. Ein großer Seezugang mit viel Platz zum Liegen und ein Steg sind ebenso vorhanden wie Umkleiden und Toiletten. „Wir sind am Ostufer des Sees. Bei uns sieht man den schönsten Sonnenuntergang.“
Am großen Starnberger See gibt es natürlich auch andere schöne Flecken wie das Erholungsgelände „Paradies“ in Possenhofen mit großen Liegewiesen, Grillstationen, Beachvolleyball und Spielplatz. Oder das moderne Seebad Starnberg und das nostalgische Strandbad Feldafing mit seinem einmaligen Blick auf die Roseninsel.
Beachbar „Kleines Seehaus“
Buchscharnstraße 11, 82541 St. Heinrich, Gemeinde Münsing. In der Sommersaison ist bei schönem Wetter täglich ab Mittag geöffnet (tagesaktuelle Infos: 08801/550). Warme Küche gibt es bis etwa 20 Uhr. Achtung: Nur Barzahlung möglich. Bis 15. September sind Hunde auf dem gesamten Gelände verboten. Gebührenpflichtige Parkplätze sind vorhanden. Von Seeshaupt fährt der Bus 373 an den Badeplatz Pischetsried.