Reaktionen auf den Tod von Hans Maier

von Redaktion

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident: „Mit Hans Maier verliert Bayern einen großen Gelehrten und Staatsmann. Er war gewissermaßen das intellektuelle Gewissen des bürgerlichen Bayern seiner Zeit. Hans Maier hat sich aus der Wissenschaft heraus fest in der Politik etabliert und insbesondere die Bildungslandschaft jahrzehntelang geprägt. Er legte in seiner Amtszeit wesentliche Grundlagen für die heutige Spitzenstellung Bayerns als Wissenschafts- und Bildungsstandort. Sein politisches Handeln war getragen von einer klaren Haltung und der Überzeugung, dass Freiheit und Verantwortung untrennbar zusammengehören. Wissenschaft, Politik und Glauben bildeten bei ihm eine beeindruckende Einheit: Als Katholik war er seiner Kirche tief verbunden, als unabhängiger Denker und Mahner forderte er aber auch Verantwortung und Reformbereitschaft ein.“

Anna Stolz (Freie Wähler), Kultusministerin: „Bei all seinen Entscheidungen als Kultusminister waren Hans Maiers christliches Menschenbild, seine Achtung vor der Würde des Einzelnen und sein Eintreten für eine starke Demokratie spürbar. Er war ein Politiker mit Haltung und Überzeugungskraft. Es war mir eine Ehre, ihn gekannt zu haben. Unser Austausch und unsere Gespräche haben mir viel bedeutet.“

Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Freisinger Bischofskonferenz und Erzbischof von München und Freising: „Sein Wirken war stets getragen von der Überzeugung, dass der Glaube nicht auf den privaten Bereich beschränkt bleibt, sondern Verantwortung für das Gemeinwohl, für Kultur und für das gesellschaftliche Miteinander begründet. In diesem Geist hat Professor Maier in vielfältiger Weise am öffentlichen Diskurs teilgenommen, auch in seinen verantwortungsvollen politischen Ämtern, und zugleich Brücken zwischen Kirche, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft gebaut.“

Markus Blume (CSU), Wissenschaftsminister: „In seine Amtszeit fielen entscheidende Weichenstellungen für den Wissenschaftsstandort und das Bildungsland Bayern. Vom Ausbau der Hochschulen bis zur Modernisierung der Lehrerbildung – Hans Maier hat von Bayern aus die Bildungsexpansion der Bundesrepublik entscheidend vorangetrieben. Sein Credo war immer: den Zugang zu Bildung zu erweitern, ohne dabei den Bildungsbegriff selbst zu verwässern.“

Klaus Holetschek, CSU-Fraktionschef: „Hans Maier war weit mehr als ein Politiker: Als Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, als Fürsprecher des Denkmalschutzes und als kritischer Intellektueller hat er das kulturelle und gesellschaftliche Leben unseres Landes bereichert und geprägt. Was ihn auszeichnete, war sein Mut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen, gegenüber Ministerpräsidenten ebenso wie gegenüber Kirchenoberhäuptern.“

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