Erstklässler haben nach Meinung vieler Eltern Stress. © imago
Hannover – Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu – und Erholung scheint dringend nötig: Denn etwa jeder fünfte Erstklässler in Deutschland ist nach Einschätzung seiner Eltern gestresst. Das zeigt eine Umfrage der Krankenkasse KKH. Demnach haben 18 Prozent der Eltern von Sechs- bis Siebenjährigen den Eindruck, ihr Nachwuchs sei in der Schule oder im Alltag gestresst. Knapp 40 Prozent glauben, dass deren Druckbelastung gestiegen ist.
Zu möglichen Stressverursachern bei Kindern im Grundschulalter zählten Probleme mit Gleichaltrigen, teilte die KKH in Hannover mit. Diese könnten etwa in der Form von Streit mit anderen Kindern, Gruppendruck oder Mobbing auftreten. 54 Prozent oder mehr als die Hälfte der Eltern sehen solche Konflikte als größere Herausforderung in Schule und Alltag.
Es sei wichtig, Kinder bereits früh emotional zu stärken, betonte KKH-Vorstandschef Wolfgang Matz. „Denn psychosoziale Gesundheit ist keine Nebensache. Sie ist eine wichtige Grundlage dafür, dass Kinder gesund aufwachsen und lernen, Beziehungen zu gestalten sowie ihr Potenzial zu entfalten.“ Es gehe um „entscheidende Lebenskompetenzen“. Schulen und Krankenkassen müssten an einem Strang ziehen. Das Institut Forsa hatte für die KKH rund 1000 Eltern von Erstklässlern befragt.