Stau, so weit das Auge reicht: Der ACE rät, nicht am Freitag loszufahren. © P. Albert/dpa
Berlin/München – Mit Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland starten am kommenden Wochenende (26. bis 28. Juni) die ersten Bundesländer in die Sommerferien. Die anderen stehen in den Startlöchern. Auch in anderen Ländern des europäischen Auslands beginnt die schulfreie Zeit oder hat schon begonnen.
Die Folge: In den kommenden Wochen steigt das Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen rapide an. Entspannung ist dann erst Mitte September zu erwarten, so der Auto Club Europa (ACE). Der ADAC verweist wegen der geografischen Lage der ersten Ferien-Bundesländer vor allem auf eine Staugefahr im Westen. Meist geht es in Richtung der Berge, in den Süden oder ans Meer. Allerdings erwartet auch der ADAC noch keine „endlos langen Blechlawinen“ zum „Saisonauftakt“. Und: Es gibt Tage, an denen man besser mit dem Auto starten kann.
Wer kann, sollte besser unter der Woche am Dienstag oder Mittwoch aufbrechen, so der ACE. Wer am Wochenende losmuss, sollte das idealerweise am Sonntag tun und nicht am Samstag. Gar kein guter Startzeitpunkt ist der Freitag. Denn hier treffen die Berufspendler auf die Reisenden, was sich meist bis in den späten Abend hinein mit dichtem Verkehr und hoher Staugefahr bemerkbar macht. Wer partout am Wochenende starten muss, sollte das laut ACE möglichst früh am Morgen tun oder sogar darüber nachdenken, in der Nacht zu fahren. Doch das erfordert noch mehr Konzentration, eine richtige Selbsteinschätzung und regelmäßige Pausen.
Der ACE und der ADAC erwarten vor allem in den Großräumen Hamburg, Stuttgart und München mehr Verkehr und Staus. Aber auch in Österreich muss bereits ab Freitagnachmittag mit Verzögerungen gerechnet werden. Zum Pendlerverkehr gesellen sich die Urlauber, die aus dem Norden ins Land oder noch weiter wollen.
Am Samstag ist zudem eine Sperrung des Fernpasses (B 179) in beiden Richtungen wegen einer Demonstration hinzunehmen. Die soll zwar nur von 10 bis 12 Uhr dauern. Doch es dürfte laut ACE sowohl davor als auch danach zu „teils langen Staus“ kommen. Auch auf den Ausweichstrecken dürfte es voller werden. So rät das Land Tirol laut ADAC, den Fernpass großräumig zu umfahren. Zudem gelten laut ADAC hier seit 1. Mai generell Abfahrtssperren und Fahrverbote an Samstagen, Sonn- und Feiertagen auf den Ausweichstrecken im Raum Reutte (Fernpassroute), Kufstein (Inntalautobahn) und im Großraum Innsbruck für den Transitverkehr.
Wegen der stichprobenhaften Einreisekontrollen an der deutschen Grenze kann es speziell an den Übergängen von Österreich – Suben (A3), Walserberg (A8) und Kiefersfelden (A93) – ebenfalls zu Wartezeiten kommen.