Bahn-Pendlerin Astrid Kistner kommt aus Aschau. © L. Schütz
München – Wenn alles gut läuft, dauert Astrid Kistners Bahnfahrt ins Büro eine Stunde und 20 Minuten. Spoiler: Es läuft nie alles gut. Die Redakteurin im Kulturressort von Münchner Merkur und tz nutzt für ihren Arbeitsweg von Aschau nach München den Zug. Genauer gesagt: zwei Züge. Erst geht’s mit der Regionalbahn von Aschau nach Prien, von dort aus mit der BRB nach München. Meistens ist Kistner länger unterwegs als die üblichen eineinhalb Stunden. „Erst letzte Woche habe ich für den Hinweg zweieinhalb Stunden gebraucht“, erzählt sie.
Zu den Verspätungen kommen andere Probleme: Oft fällt die Klimaanlage aus, oder die Toiletten funktionieren nicht. Trotzdem nimmt die Redakteurin lieber den Zug als das Auto. Zum einen wegen der Kosten: Sie fährt mit dem Deutschlandticket, das ist deutlich günstiger als der Sprit. „Außerdem kann ich die Zeit im Zug für mich nutzen“, sagt Kistner. Sie liest auf der Fahrt Bücher, das wäre im Auto nicht möglich. „Für mich ist die Bahn die sinnvollste Alternative.“ Die Redakteurin ist allerdings froh, dass sie den Weg nicht jeden Tag, sondern meist nur zweimal die Woche bestreiten muss. Noch geht es. Doch die Pendlerin blickt mit Sorge auf nächstes Jahr: 2027 wird die Strecke zwischen München und Salzburg, auf der die BRB fährt, abschnittsweise saniert. Das heißt: Schienenersatzverkehr. Davor graut es Kistner jetzt schon.UMFRAGE: LEA SCHÜTZ