Mit dem Rad zur Arbeit – 44 Kilometer täglich

von Redaktion

Michael Eisenmann radelt täglich nach München. © Habschied

München – Er hat einen Vollzeitjob im Büro – über zu wenig Bewegung kann Michael Eisenmann aber nicht klagen. Der Dachauer Stadtrat (Bündnis für Dachau/Volt) fährt jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit in die Münchner Innenstadt. 22 Kilometer legt er pro Weg zurück, das macht 44 Kilometer am Tag. Im Sommer ist ein Gravelbike das Gefährt seiner Wahl, im Winter fährt er Mountainbike. Seine Entscheidung, mit dem Rad zu fahren, hat vor allem gesundheitliche Gründe. Eisenmann hat Rheuma – das Radfahren hilft ihm, Schmerzen zu lindern. „Durch die Bewegung habe ich die Krankheit sehr gut im Griff“, sagt der 56-Jährige.

Früher ist er regelmäßig mit dem Auto nach Ismaning gependelt. „Das war purer Stress. Die Straßen sind voller und die Autofahrer aggressiver geworden.“ Für Eisenmann noch ein Grund, das Rad statt das Auto zu nehmen. Probleme gibt es trotzdem: Schlechte Wege und kein Winterdienst machen die Feldwege im Winter zu einer gefährlichen Eisfläche für die Radfahrer. Der Stadtrat wünscht sich, dass zwischen Dachau und München nicht nur die Straßen geräumt werden, sondern auch an die Radler gedacht wird. Denn es werden immer mehr. „Vor 15 Jahren war ich einer der wenigen Radler auf der Arbeit. Jetzt sind es viel mehr, auch durch Angebote wie das Jobrad“, sagt Eisenmann. Er wünscht sich, dass noch mehr Leute aufs Rad umsteigen.

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