Besonders eindrucksvoll ist der Weg Richtung Altstadt. © Segerer/IMAGO
Regensburg – Wer über die Steinerne Brücke geht, überquert nicht nur die Donau, sondern beinahe 900 Jahre Geschichte. Das Bauwerk entstand zwischen 1135 und 1146. Fast 800 Jahre lang war sie der einzige feste Donauübergang in Regensburg und damit von großer Bedeutung für Handel, Reisende und die Entwicklung der Stadt.
Heute gehört die rund 300 Meter lange Brücke vor allem Fußgängern und Radfahrern. Besonders eindrucksvoll ist der Weg von Stadtamhof in Richtung Altstadt: Mit jedem Schritt rücken der Brückturm, der Salzstadel und die beiden Türme des Regensburger Doms stärker ins Blickfeld. Auf dem höchsten Punkt sitzt das berühmte Bruckmandl, eine kleine Steinfigur, die sich die Augen zuhält.
Um die Figur rankt sich eine bekannte Sage. Demnach soll der Brückenbaumeister mit dem Dombaumeister gewettet haben, wessen Bauwerk zuerst fertig werde. Als er ins Hintertreffen geriet, habe er den Teufel um Hilfe gebeten und ihm die ersten drei Seelen versprochen, die die Brücke überqueren würden. Statt Menschen schickte er einen Hahn, eine Henne und einen Hund voraus.
Von den drei Brückentürmen ist heute nur noch der Turm erhalten. Direkt daneben befinden sich der historische Salzstadel und die bekannte Wurstkuchl, in der sich der Spaziergang nicht nur mit Bratwürsten, sondern auch mit einem Blick auf die Donau verbinden lässt.MGS