Übergänge mit Tiefblick

von Redaktion

Mitten durch Kaskaden, Felsen und Wald

Heimatführer Tomaschek auf dem Gittersteg über der Rottach. © PLETTENBERG

München – Selten sind Brücken und Natur in Bayern so eng miteinander verbunden wie an den Rottacher Wasserfällen. Gut eine Stunde von München entfernt, führen bei Enterrottach, wenige Kilometer südlich des Tegernsees im Kreis Miesbach, mehrere Übergänge aus Holz und Metall über den Gebirgsbach.

Thomas Tomaschek, gebürtiger Tegernseer, ist seit rund sechs Jahren Heimatführer und bringt Gästen die Natur, Kultur und Vergangenheit des Tals näher. Zu den Wasserfällen kehrt er gerne zurück. „Das hat etwas Wildromantisches“, sagt er.

Laut Tomaschek wurden die Wasserfälle bereits um 1850 bildlich festgehalten und galten schon damals als Ausflugsziel. Früher bestanden die Brücken vollständig aus Holz, vor rund zehn Jahren erhielt ein Abschnitt offene Metallgitter. „Man geht in luftiger Höhe über das Wasser und kann direkt nach unten schauen“, sagt Tomaschek.

Der Gebirgsbach entspringt im Mangfallgebirge und mündet nach etwa zehn Kilometern bei Rottach-Egern in den Tegernsee. An den Wasserfällen fließt er durch schmale Rinnen, stürzt über Felsstufen und sammelt sich in klaren Gumpen.

Wer das Naturschauspiel selbst erleben möchte, erreicht den Rundweg über Brücken vom Wanderparkplatz in Enterrottach in etwa 20 bis 30 Minuten. Die Buslinie 360 fährt vom Bahnhof Tegernsee über Rottach-Egern bis ins Suttengebiet.MGS

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