Eine Woche voll gelebter Geschichte

von Redaktion

Meister ihres Fachs: Peter Fütterer (l.) und Josef Kriner vor ihrem Ofen. © H. Hornsteiner

Mittenwald – Frisch gebackenes Brot, knusprige Rahmflecken und der Duft von Holzfeuer – am Stand Nummer 17 vor dem Anwesen Obermarkt 37 erfüllt sich für Josef Kriner ein lang gehegter Traum. Der Bäcker hat eigens für den Bozner Markt einen traditionellen Holzbackofen gebaut. Gemeinsam mit seiner Familie, Peter Fütterer und dessen Familie backt er dort täglich von 10 bis 20 Uhr Vinschgauer und Rahmflecken mit Lauchzwiebeln und Speck. „Der Aufwand war riesengroß. Bis Rezept, Temperatur und Backzeit gepasst haben, war das eine ziemliche Friemelei“, erzählt Kriner.

Der Holzbackofen steht sinnbildlich für den Bozner Markt: Geschichte wird nicht ausgestellt, sondern gelebt. Handwerker, Händler, Gaukler, Musikanten und Landsknechte verwandeln Mittenwald vom 1. bis 9. August in eine lebendige Handelsstadt des 16. Jahrhunderts. Zwischen den Marktständen wird geschmiedet, geschnitzt, gewebt und musiziert, während in der Kuranlage Puit Theater, Musik und Tanz für Unterhaltung sorgen. Das Rahmenprogramm beginnt täglich um 12 Uhr, das Kinderprogramm um 13 Uhr, den stimmungsvollen Abschluss bildet dann jeweils um 22 Uhr das Pestfeuer.

Geöffnet ist der Bozner Markt täglich von 11 bis 22 Uhr. Tagestickets kosten 11 Euro, Kinder von sieben bis zwölf Jahren sowie Menschen mit Behinderung und Begleitperson zahlen sechs Euro, Kinder unter sieben Jahren haben freien Eintritt.

Wer öfter kommen möchte, kann ein Wochenzeichen für 45 Euro erwerben. Tickets gibt es online, in den Tourist-Informationen sowie an den Tageskassen. Das komplette Programm ist in der kostenlosen Broschüre und online verfügbar. Gäste werden gebeten, mit dem Zug anzureisen – der Mittenwalder Bahnhof befindet sich nur wenige Gehminuten vom Markt entfernt.JOSEF HORNSTEINER

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