Das E-Dreirad erleichtert Theresa Singer die Arbeit. © A. Mayr
München – Elf Prozent aller Bauernhöfe in Deutschland werden von Frauen geführt. In Bayern sind es sogar nur neun Prozent. Nach wie vor gibt es für die Frauen, die einen Hof übernehmen wollen, zahlreiche Hürden. Sie haben erschwerten Zugang zu Krediten. Jedoch: „Studien zeigen, dass frauengeführte Betriebe oft wirtschaftlich stabiler sind, nachhaltiger wirtschaften und ein verlässlicheres Rückzahlungsverhalten aufweisen“, betonte Kirsten Müller von der Landwirtschaftlichen Rentenbank vor Kreisbäuerinnen.
Eine große Herausforderung ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die 34-jährige Landwirtin Theresa Singer wünscht sich auch eine Familie. Doch sie hat die Verantwortung für den Hof im Kreis Garmisch-Partenkirchen gerade erst übernommen. Wichtig sei es, eine gute Partnerschaft zu leben. „Wenn man den Partner wertschätzt, ist man eine Weltmacht“, ist sie überzeugt. Stallarbeit kann für Schwangere gefährlich sein. Sie müssen die körperliche Belastung reduzieren und Gefahrstoffe meiden. „Für mich ist es schwierig, die Kontrolle abzugeben“, räumt Singer ein. Bayerns Landfrauen fordern einen verbindlichen Mutterschutz für Selbstständige mit existenzsicherndem Einkommensersatz. Zusätzlich brauche es flexible Lösungen: etwa Elterngeld in die Finanzierung von Betriebs- und Haushaltshilfen umzuwandeln. Betriebshilfen stünden oft nicht ausreichend zur VerfügungCM