Berlin – Eine Demonstration im Liegen hat unlängst in Berlin auf Fehlbehandlungen der Krankheit ME/CFS aufmerksam gemacht. Zum Auftakt liefen Teilnehmer vom Robert-Koch-Platz in Berlin-Mitte zum Bettenhaus der Charité und legten sich dort hin. Die Initiative beklagt, dass Ärzte die Multisystemerkrankung häufig als psychologische Symptome abtäten, und fordert bessere medizinische Versorgung. Ziel der Protestaktion war es, „den Blick auf die konkreten Folgen von psychischen Fehldiagnosen und Fehlbehandlungen zu richten“, hieß es in einer Mitteilung. Regelmäßig kämen Menschen an den Folgen der Krankheit um. Die Initiative warnt in diesem Zusammenhang auch vor Suiziden von Erkrankten. Laut Angaben der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS sind in Deutschland schätzungsweise 650.000 Menschen erkrankt.