Wüst: Bürger sind keine Versuchskaninchen

von Redaktion

Zu Gast in Sachsen-Anhalt: Hendrik Wüst. © Woitas/dpa

Halle – Regierende Politiker haben laut NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst die Sorgen und Ängste der Menschen gut im Blick. „Wir nehmen schon sehr ernst als politische Kräfte in Verantwortung – auch im Bund –, dass Menschen unzufrieden sind, dass Menschen sauer sind“, sagte der CDU-Politiker. Nicht alles sei über Nacht zu regeln, auch mit Blick auf die am Wochenende anstehende Wahl in Sachsen-Anhalt brauche es aber keine Protestwahl.

Wähler sollten „vielleicht noch einmal darüber nachdenken, was am Wochenende ansteht“, sagte Wüst. „Da geht es um mehr als nur darum, mal Dampf abzulassen.“ In Sachsen-Anhalt sollte es um das Land selbst gehen und darum, wer dieses Land führt. „Es kommt auf den Mann an der Spitze an.“ Laut einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen liegt bei der Frage, wen die Wähler lieber als Ministerpräsidenten hätten, CDU-Kandidat Sven Schulze deutlich vor seinem Kontrahenten von der AfD, Ulrich Siegmund.

Was eine rechte Regierung mit einem Land mache, brauche man in Deutschland „nicht selber ausprobieren“, so Wüst. „Man kann im Ausland gucken, dass es nicht klappt.“ Die Menschen in Sachsen-Anhalt seien „keine Versuchskaninchen“.

Wüst war gekommen, um seine Partei im Wahlkampf zu unterstützen. Unter anderem besuchte er den Baukonzern GP Günter Papenburg in Halle. Dort sprach er mit Auszubildenden auch über die anstehende Wahl und mögliche Auswirkungen einer AfD-Regierung. Das Familienunternehmen beschäftigt eigenen Angaben nach rund 4000 Menschen und macht pro Jahr einen Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro.

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