Verkohlt: Fahrzeuge der Reiterstaffel. © Thomas Gaulke
München – Seit Jahren gibt es Brandanschläge in München – und immer wieder trifft es kritische Infrastruktur. Die Ermittlungsgruppe „Raute“ ermittelt in zig Fällen vorsätzlicher Brandstiftung. Ein Überblick.
Im Mai 2021 kam es zu einem massiven Stromausfall, weil Unbekannte in einer offenen Baugrube am Ostbahnhof gezielt Starkstromkabel angezündet hatten. Ein Bekennerschreiben erklärte die Aktion zu einem Angriff auf den „Rüstungskonzern“ Rohde & Schwarz.
Im Juli 2022 gingen mehrere Lkw und hölzerne Kabeltrommeln in Obersendling neben dem ehemaligen Siemens-Sportgelände in Flammen auf.
Zu einem Inferno kam es, als im Mai 2023 in Harlaching 26 Kabeltrommeln niederbrannten. Ein unheimlicher Brandstifter trieb im Sommer 2023 wochenlang sein Unwesen im SAP Garden: Sechsmal legte der Unbekannte auf der Baustelle im Olympiapark Feuer. In Bogenhausen wurden im November 2023 ein Lkw und ein Bagger angezündet.
Ein Feuer wurde im April 2024 auf der neuen S-Bahn-Stammstrecke entfesselt – vier Baustellenfahrzeuge standen in Flammen. Ein Schaden in Millionenhöhe entstand im September 2024 durch einen Brand von Baufahrzeugen in Feldmoching.
Im Januar 2025 fackelte jemand 23 Fahrzeuge bei der Diensthundestaffel in Allach-Untermenzing ab. Im Mai 2025 gingen bei der Reiterstaffel in Riem sechs Fahrzeuge in Flammen auf.DAP