Übersee – Keine Zeit verlieren wollten Bürgermeister, Verwaltung und Gemeinderatsmitglieder in Übersee. Deshalb wurde nun noch in der letzten Sitzung des Bauausschusses vor der Sommerpause am Donnerstag der Bebauungsplan „Gewerbegebiet Entenfeld“ auf den Weg gebracht. Insgesamt bietet das Areal künftig eine Verkaufsfläche von rund 24800 Quadratmeter.
„Immer wieder haben wir uns in den vergangenen Jahren mit dem Entenfeld beschäftigt und bereits diverse Punkte erörtert“, sagte Bürgermeister Marc Nitschke. „Jetzt gibt es gute Interessenten, und einer davon ist mit einer Verkaufsfläche von rund 10000 Quadratmetern sogar schon fest eingeplant.“
Er wies darauf hin, dass man hier nicht auf der Grünen Wiese plane. Immerhin sei das Gebiet bereits im Flächennutzungsplan enthalten. Das Areal liegt östlich der Staatsstraße 2096 und nördlich des Sägewerks Georg König und der Süßmosterei Matthias Stöger.
Variante B
ist der Favorit
Hans Althammer vom SAK-Planungsbüro in Traunstein, der schon im Jahr 2007 eine Planung dieses Gebietes für Erweiterungsmöglichkeiten der Deutz AG entworfen hatte, stellte in der Sitzung eine vorläufige und mit dem Straßenbauamt abgestimmte Angebotsplanung mit zwei Varianten vor. Diese unterscheiden sich vor allem in punkto Erschließung und Aufteilung.
Variante A, die Althammer selbst als schlechtere Lösung bezeichnete, hat nur eine Erschließungsstraße am nördlichen Rand und stellt den schon verplanten Teil von 10000 Quadratmetern in die Mitte. Variante B sieht dafür den östlichen Rand des Gewerbegebietes vor und ist mit zwei Erschließungsstraßen am nördlichen Rand und in südwestlicher Richtung flexibler. Dafür reduziert sich allerdings die Verkaufsfläche bei der Variante B um 650 Quadratmeter. Laut Althammer seien die Baufenster relativ groß geplant, um die Bewerber nicht einzuschränken.
Auch Bürgermeister Nitschke wertet die Variante B wegen der zwei Erschließungsstraßen als „flexibler und zielführender“. Herbert Strauch (FBL) brachte die Möglichkeit ins Spiel, mittels der südöstlichen Erschließungsstraße das angrenzende Sägewerk König bei Wunsch und Bedarf mitanzuschließen.
Zweifel am Gesamtprojekt meldete lediglich Maria Steinert (SPD) hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit des Areals an. Ihrer Erinnerung nach hatte bei der Deutz-Planung vor zehn Jahren ein „schlechter Untergrund“ eine wesentliche Rolle gespielt. Der Vertreter des Ingenieurbüros konnte dies nicht verifizieren, sicherte aber bei der detaillierten Planung eine Überprüfung zu.
Die beiden Entscheidungen über die Aufstellung eines Bebauungsplanes und die Festlegung einer frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und Behörden fielen einstimmig aus.