Marktgemeinderat Grassau

Planung für neue Turnhalle steht

von Redaktion

Gremium stellte Weichen für ebenerdigen Bau – Haupteingang nach Osten zum Festplatz ausgerichtet

Grassau – Die Planung für die neue zweieinhalbfache Turnhalle steht. So hat der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig festgelegt, dass die Turnhalle ebenerdig gebaut und der Haupteingang nach Osten zum Festplatz ausgerichtet wird. Das Gremium hat die Fassadengestaltung sowie die Aufteilung diskutiert und auch einen Turnhallenbeirat ernannt.

In die Planung seien die Wünsche, die während der Entwurfsvorstellung eingegangen sind, eingearbeitet worden, erklärte Martin Eisenberger von der Planungsgruppe Strasser. Zwischen Schule und Turnhalle werde ein Verbindungsbau vorgesehen, der mit Rampen ausgestattet das Niveau von Schule zur Turnhalle barrierefrei ausgleichen kann. Ein Zugang von diesem Bau zum Pausenhof werde ebenfalls geschaffen. Der Haupteingang vom Festplatz aus erfolge über eine breite Stufenanlage und führe ins Foyer im Obergeschoss. Ein barrierefreier Zugang werde gleich daneben geplant und führe in die ebenerdige Turnhalle.

Wie die Seitenansicht vom Osten zeigt, wird der Gymnastikraum im Obergeschoss mit einer großen Glasfront versehen. Gefällig ist auch die Ansicht vom Birkenweg, also der Straße. Das Foyer im Obergeschoss wird ebenfalls großzügig verglast. Die Hallenanbauten werden mit Holz verschalt und das Foyer verglast. Dadurch wirkt die große Front nicht so massiv.

Eisenberger kam auch auf die Abweichungen der neuen Planung zum bestehenden Bebauungsplan zu sprechen. So werde die seitliche Wand der Halle durch die ebenerdige Planung um etwa 70 Zentimeter höher. Dafür werde aber das Dach flacher und der First niedriger. Bürgermeister Rudi Jantke konkretisierte, dass trotz ebenerdiger Konzeption die Halle durch die geringere Dachneigung niedriger werde. Für die größere Wandhöhe und die geringere Dachneigung sei eine Befreiung vom Bebauungsplan notwendig. Gemäß Vorschlag der Architekten sollte die Dacheindeckung in Grau oder Hellgrau erfolgen. Dies, so Jantke, sei ein Problem, da in Grassau rot- oder rotbraune Dacheindeckungen vorgeschrieben werden.

Laut Architekt Simon Bauer, ebenfalls von der Planungsgruppe Strasser, wird das Dach in Aluminium eingedeckt, das silbern sei. Ein rotes Dach würde aus lackiertem Aluminium bestehen und herausleuchten.

Gemäß Jantke werden beide Dachseiten mit einer PV-Anlage versehen. Folglich bleibe wenig sichtbare Dachfläche. Hans Hornberger (SPD) ergänzte, dass auch eine rotbraune Lackierung der Aluminiumplatten, die nicht leuchtet, möglich sei.

Von Mehdi Akbari (UGL) angesprochen, informierte Eisenberger, dass für eine mögliche Verpflegung im Foyer eine Ausgabeküche, die nach zwei Seiten hin offen ist, eingeplant sei. Im angeschlossenen Vorbereitungsraum könnten Snacks zubereitet werden. Der Bürgermeister regte an, die Wände in den Duschen und Umkleideräumen so zu gestalten, dass sie als Sichtschutz dienen und weitere Türe nicht nötig sind. Zudem solle der künftige Parkplatz, ostseitig vor der Halle ebenso wie der bestehende Parkplatz am Festplatz ausgeführt werden.

Nach der einstimmigen Annahme des Bauantrags legte der Marktgemeinderat den Turnhallenbeirat fest. In diesem Gremium sitzen Doris Noichl, Vertreter Dr. August Trimpl (CSU), Hans Hornberger, Vertreter Stefan Kattari (SPD), Christian Buchner, Vertreter Manfred Huber (AE) sowie Mehdi Akbari, Vertreter Dr. Winfried Drost. Als ständiges Mitglied wird zudem Schulleiter Johannes Zeitel in das Gremium berufen. Diese Gruppe soll vorberatend tätig werden und den Marktgemeinderat dadurch entlasten.

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