Premiere für „A Leich zum Kaffee“

von Redaktion

Kräftige Lacher belohnten die Pointen, Szenenapplaus die Leistungen der Schauspieler in der Premiere des Wössner Bauerntheaters. Mit „A Leich zum Kaffee“ hat die Theatergruppe im Trachtenverein D’Achentaler eine Kriminalkomödie von Ulla Kling auf die Bühne gebracht.

Unterwössen – Bauer Paul ist einem tragischen Unfall zum Opfer gefallen. Die Verwandtschaft versammelt sich um die Witwe Carla zum Leichenschmaus. Dabei prallen die Ressentiments aufeinander und vor allem Tante Käthi hat Sorge, dass Fanny Eschinger, die Schwägerin der Witwe, es auf die Erbschaft abgesehen hat.

Andererseits hilft die Fanny in ihrer bestimmenden Art durch die schwierige Situation. Dass der Streit immer wieder aufbrandet, kann auch der auf Versöhnung bedachte Pfarrer nur mildern. Zwischen all dem die tief getroffene Witwe Carla, die nicht nur den Hof, sondern zudem den manchmal zerstreuten Opa am Bein hat. Einzig Käthis Mann, Onkel Huber, scheint der Trauernden eine echte Unterstützung zu sein.

Mehr Zufall ist es, dass Ermittlungen um einen vermissten Landstreicher den Kommissar auf den Hof führen. Der findet schnell heraus, dass da nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Erst spät findet er die Lösung, als mit dem amerikanischen Zwillingsbruder des Bauern Paul und seiner amerikanischen Tochter alles klar wird.

Lustig war das Stück, aber für die Schauspieler eine echte Herausforderung. Der Weg zur Lösung des Theaterkrimis führt über die Stimmungen der Charaktere rund um den Tod des Bauern Paul. Großartiges leistete da Claudia Schweinöster als Witwe Carla. Johanna Steiner wuchs als Fanny aus sich heraus, wie sie mit strengem Regiment und harten Kommandos selbst den Zuschauer zusammenzucken ließ. Auch Tante Käthi (Elisabeth Parsiegla) bewältigte den Zwiespalt. Bewundernswert, wie Wolfgang Färbinger die Rolle des manchmal durchgeknallten Opas durchzog. Wie auf den Leib geschrieben ist die Rolle des Pfarrers Vitus Mittermayr. Peter Haslreiters Rolle als Kommissar war etwas an US-Ermittler Columbo angelehnt. Onkel Hubert (Peter Steiner) stellte gekonnt den ruhenden Pol dar. Sicher und im amerikanischen Slang war die junge Johanna Zeisl in ihrer kurzen Rolle am Ende. Besonders dann der Auftritt des amerikanischen Zwillingsbruders Andreas Steiner, als der am Ende überwältigende Emotionen darstellte.

Dreimal geht das Stück noch über die Bühne des Gemeindesaals. Freitag, 3. November, ist das um 20 Uhr, am Sonntag, 5. November, um 19 Uhr und zuletzt am Samstag, 11. November, um 20 Uhr. Einlass ist eine Stunde vor Beginn. Es gibt freie Platzwahl. Karten bietet die Touristinformation Unterwössen, Telefon 08641/8205 oder die Abendkasse.

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