Inzell – Mit einer vielschichtigen Auswahl an klassischen Werken bis hin zu zeitgenössischer Kirchenmusik, im Kontext mit Zitaten und Liedern Marin Luthers, gestalteten die Musikschule Inzell und die evangelische Kirchengemeinde Inzell zum 500. Reformationsjubiläum ein beeindruckendes Konzert.
Zu den Mitwirkenden gehörten Lehrer, talentierte Jungmusikanten und Gastmusiker. Markante Texte Luthers trug der evangelische Pfarrer Thomas Seitz bei, etwa zum Glaubensbekenntnis oder zum strafenden Gott, aber auch Redewendungen wie „Wer ander´n eine Grube gräbt….“ oder „Hochmut kommt vor dem Fall“.
Den musikalischen Anfang machten in der voll besetzten Christuskirche Bernhard Sowa auf einer historischen Trompete mit Dr. Elke Michel-Blagrave an der Orgel mit der „Suite in D-Dur“ von Händel.
Selbstbewusst und fein ließ Schülerin Maria Hundmayer das Stück „Sonatine für Harfe“ von F. Benda erklingen. Sicher und dynamisch trug der Nachwuchsviolinist Korbinian Kübler, begleitet vom Klavierlehrer Tim Blagrave, Sequenzen aus dem „Konzert für Violine Nr.1 op.7/e“ von P. Taban vor sowie das „Duo 19 – Märchen“ aus „44 Duos für Violinen“ von Bèla Bartok im Zusammenspiel mit seiner Mutter und Violinlehrerin an der Musikschule, Sabine Kübler.
Mit ausdrucksstarker Dynamik ließen die Musiklehrer Andreas Kapellner und Balint Garaczi auf ihren Posaunen den „Devil`s Waltz fort two trombones“ von S.Verhelst erklingen. Dr. Elke Michel-Blagrave hatte sich das im modernen Swing-Rhythmus gehaltene Orgelwerk „Nun freut euch lieben Christen gmein“ von D. Falk ausgesucht, mit dem sie viel Fröhlichkeit zu transportieren vermochte. Gemeinsam mit den Besuchern wurde das gleichnamige Lied von Martin Luther gesungen.
Sabine Kübler widmete sich mit ihrer Violine der „9. Fantasie für Violine ohne Bass“ von Telemann. Mit viel Energie und bewegte sich die junge Pianistin Anna Lena Seitz durch die „Gique aus Partita Nr.1 in B-Dur, BWV 825“ von Bach. In einem weiteren Werk Bachs „aus Partita II in d-Moll, BWV 1004, Allemande“ bewies erneut Sabine Kübler, dass sie ihr Instrument genauso beherrscht wie im Anschluss Tim Blagrave das Klavier. Er trug die „Sonata op.2 Nr.1“ von Beethoven vor.
Begleitet an der Orgel intonierte Heini Albrecht mit seiner starken Baritonstimme „Näher mein Gott zu dir, op.58n“ von Berthold Waßmer.
Im Zusammenspiel zwischen dem Posaunisten Andreas Kapellner und Tim Blagrave erklang die Komposition „Sang till Lotta“ von Sandström. Heidi Baier widmete sich mit ihrer klaren Stimme dem Lied „Der Mond ist aufgegangen“ von J.A.P. Schulz.
Als Abschluss des Konzertes spielte die Organistin Michel-Blagrave Interpretationen zum Lied „Christ lag in Todesbanden“, komponiert von P. Falk, bevor sich nach einem Moment der Ruhe das fachkundige Publikum mit lang anhaltenden Applaus für das eindrucksvolle, berührende Konzert bedankte.