Budapest – Der erste Tag begann mit einer „River-Ride-Bus-Führung“ durch Pest und die Donau entlang. Budapest hatte den ersten „River-Ride-Bus“. Zuerst fährt er als normaler Bus auf den Straßen, dann – in der zweiten Hälfte der Führung – taucht er als Amphibienfahrzeug in die Donau.
Nach einer kurzen Mittagspause begaben wir uns zur großen Synagoge, in der immer noch Messen abgehalten werden. Während einer Führung wurde uns viel über die Geschichte ungarischer Juden und deren Situation erzählt. Zur Synagoge gehört ein großer Kriegsgedenkfriedhof, den alle sehr beeindruckend fanden. Beim anschließenden Besuch des Terrormuseums wurden Faschismus und Nationalsozialismus thematisiert, was aufgrund der interessanten und mitreißenden Darstellungen in dem Museum die Stimmung ein wenig bedrückte.
Um auch Buda, den Teil der Stadt auf der anderen Seite der Donau, zu sehen, fuhren wir mittwochs mit dem Bus zum Weltkulturerbe Burgareal – aufgeteilt in die Matthiaskirche und die Fischerbastei. Die Matthiaskirche wurde bekannt durch die dort vorgenommene Krönung der Kaiserin Sisi. Sehr fasziniert betrachteten wir die Architektur und Wandmalereien in der Kirche und genossen bei schönstem Wetter die Aussicht über die Donau bis nach Pest. Anschließend beeindruckte uns im Parlament das imposante „goldene Treppenhaus“, das seinen Namen aufgrund der mit insgesamt 40 Kilogramm vergoldeten Wände und Decken mehr als verdient. Am Abend trafen sich wieder alle mit den Lehrern, um in die in Budapest sehr bekannten Ruinenbars zu gehen, die mittlerweile zum Weltkulturerbe gehören.
Der letzte Tag war nochmal ziemlich anstrengend. Wir sind auf den Janos-Berg mit dem Elisabeth-Turm als Erinnerung an die Kaiserin gestiegen, von dem man eine Aussicht über das komplette Relief der Stadt und die umliegende Umgebung hat. Von Shoppen über weitere Besuche von zum Beispiel der zeitgenössischen Fotoausstellung von Robert Capa bis hin zu Kirchenbesichtigungen fand jede Gruppe eine andere Art, den letzten Nachmittag zu genießen. Um die Fahrt gemeinsam entspannt zu beenden, gingen wir abends in das Szechenyi-Thermal-Bad, das mit einem riesigen Außenbereich und Jugendstil-Architektur glänzte.
Wir lernten viel über die Geschichte und Kultur Budapests und brachten eine Menge schöner Erinnerungen, neuer Kenntnisse über die Stadt und Fotos, die uns immer an die tolle Zeit erinnern werden, mit nach Hause.