Traunstein – Stolpersteine sollen beseitigt werden: Diesen Wunsch hat der Seniorenbeirat der Stadt Traunstein geäußert.
Das Gremium befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem 23 Zentimeter hohen Bordstein an der Ampel des Fußgängerüberwegs an der Wegscheidbrücke. Laut Ernst Schropp, der das Anliegen einiger Senioren vorbrachte, ist es bereits zu Stürzen älterer Menschen gekommen. Nach Aussage von Oberbürgermeister Christian Kegel ist jedoch keine Absenkung der Bordsteinkante möglich, weil dort tragende Teile für die Brücke verbaut sind. Schropp machte deshalb den Vorschlag, einen entsprechenden Warnhinweis anzubringen. „Beim Thema Schilderwald scheiden sich die Geister. Für die einen gibt es zu viele Schilder, für die anderen zu wenig“, meinte Kegel. Aber die Stadt werde den Wunsch überprüfen. Peter Perseis meinte, bei hohen Bordsteinkanten und Stufen wäre für Sehbehinderte die Kennzeichnung eine große Hilfe.
Ernst Holl monierte, dass die Ecke Crailsheimstraße und Stadtpark sehr schlecht ausgeleuchtet sei. Stellvertretender Vorsitzender Siegfried Blach wollte wissen, wie es mit der Pflasterung an der Crailsheimstraße beim Seniorenheim der Diakonie ausschaue, die für Rollstuhl- und Rolllatorfahrer ein Hindernis sei. Der Oberbürgermeister sagte, wo es Stolperfallen gebe, würden diese beseitigt.
Holl meinte, die Bushaltestelle auf dem Maxplatz sei zu klein, es gebe zu wenig Sitzplätze. Hans Brandstetter sprach den Wunsch aus, dass der Rufbus auch nach Langmoos fährt. „Das muss nicht sofort sein. Falls der Rufbus jedoch erhalten bleibt, möchte ich im Sinne der Gleichbehandlung um eine Haltestelle werben“, meinte er. Es gebe etliche Stadtteile in Traunstein, die der Rufbus anfahre. Der Oberbürgermeister antwortete, man müsse die Zukunft des Rufbusses abwarten. Im kommenden Jahr werde die Förderung zurückgefahren, sodass sich die Kosten für den Rufbus für die Stadt erhöhten. Taxischeine auszugeben wäre billiger. Die Ungleichbehandlung gelte auch für andere Stadtteile, die der Rufbus nicht bediene. Schorsch Niederbuchner schlug vor, den Rufbus nach Langmoos mit ehrenamtlichen Fahrern zu unterhalten. Kegel war skeptisch. Zum einen brauche die Stadt solche Fahrer, zum anderen mische sie sich in privatwirtschaftliche Dinge ein.
Günter Buthke sagte dazu, in der Gemeinde Surberg werde der Rufbus mit Ehrenamtlichen erfolgreich betrieben. Waltraut Blach wünschte sich, dass der Rufbus mittags und abends länger unterwegs ist.
Dr. Brigitte Grimm wies auf die gute Zusammenarbeit zwischen Jung und Alt bei der Aufführung von „Peter Pan“ hin. Neben dem „Jungen Ensemble Chiemgau“ spielten auch drei Mitglieder des Seniorentheaters des Seniorenbeirats mit. Dessen Leiterin Jutta Bräutigam, die auch die Co-Regie inne hat, erklärte, es sei schön, mit jungen Leuten zusammenzuarbeiten. bjr