Prien – „Deutschland und Bayern sind im Aufwärtstrend, aber wir erfreuen uns eines überdurchschnittlichen Zuwachses.“ So hat Andrea Hübner, Geschäftsführerin der Prien Marketing GmbH (PriMa), ihr touristisches Fazit nach der Hauptsaison mit Blick auf die Übernachtungszahlen in der Vermieterversammlung der PriMa zusammengefasst.
Kamen 2016 bis Ende Oktober Hübner zufolge knapp 82100 Urlauber nach Prien, waren es heuer im gleichen Zeitraum 4000 mehr. Die Zahl der Übernachtungen stieg im Vergleichszeitraum von gut 247300 um gut 10000 auf rund 257800. Die örtlichen Kliniken, also die Zahl der Patienten und die Dauer ihrer Behandlungen sind in diesen Zahlen Hübner zufolge nicht berücksichtigt.
Die PriMa-Chefin berichtete, dass bei Vollauslastung aller Betten in der Hauptsaison kurzfristige Gäste weitervermittelt würden. „Heuer haben wir mehrfach die Nachbarorte in unsere Vermittlungen einbezogen.“
Bettina Zaufall von der PriMa-Marketing-Abteilung betonte, dass trotz der guten Bilanzen allein schon wegen der großen internationalen Konkurrenz eine kontinuierliche Werbung erforderlich sei. Messebesuche in Utrecht in den Niederlanden, Golftage in München, Bus-Promotion-Touren mit dem Tourismusverband Oberbayern-München durch ganz Deutschland, die Beteiligung am „Urlaubs-Truck Chiemgau“, der für die Region wirbt, der Besuch von Fachmessen sowie weitere Aktivitäten waren wichtige Werbemaßnahmen.
Darüber hinaus ist nach PriMa-Angaben die Betreuung von Besuchsgruppen internationaler „Multiplikatoren“, heuer unter anderem von schwedischen Kulturreiseveranstaltern und spanischen Reisejournalisten, ebenso wichtig wie die Durchführung von Von-Ort-Veranstaltungen.
Neue Broschüren und verschiedene Angebote von Führungen durch Ort und Natur gehören ebenfalls zum Portfolio der PriMa. 2018 wird es laut Florian Tatzel vom Tourismusbüro neue gastronomische Schmankerlführungen entlang der Seestraße geben. Vorgestellt wurde ein Gäste-Info-Ordner, den die PriMa für zehn Euro anbietet, sowie ein Korb mit regionalen Geschenkideen für Gäste-Ehrungen und andere besondere Anlässe.
„Die Leute schauen auf Klassifizierungs-Sterne und auf WLAN immer mehr, bitte bedenkt dies“, appellierte Tatzel an die Vermieter, ihre Angebote an heutige Bedürfnisse anzupassen.
In der Diskussion wurde das schlechte Haltestellenangebot der Priener Ortsbusses bemängelt. hö