Nachruf

von Redaktion

Fraueninsel – Nach langer, schwerer Krankheit ist die geschätzte Fraueninsler Bürgerin Anna Maria Huber im Alter von 90 Jahren verstorben.

Im voll besetzten Inselmünster ging Pfarrer Andreas Przybylski auf das erfüllte Leben der Verstorbenen ein.

Geboren wurde Anna Maria Huber, von allen liebevoll Anni genannt, als viertes von acht Kindern der Eheleute Susanne und Josef Obermair in den elterlichen „Stallerhof“ in Breitbrunn. Dort wuchs sie auf und besuchte die örtliche Schule. Der frühe Tod des Vaters, die im Krieg gefallenen älteren Brüder und viele jüngere Geschwister machten es notwendig, dass sie alsbald am elterlichen Hof mithelfen musste.

Auf einer Tanzveranstaltung lernte sie den dort musizierenden Karl Huber kennen und lieben. Mit ihm schloss sie 1948 den Bund der Ehe und zog ins „Habamer-Haus“ auf die Fraueninsel, wo das Paar dann den Töchtern Annemarie und Ingrid das Leben schenkte.

Mit der Zeit kamen Schwiegersöhne, vier Enkel und sieben Urenkel dazu, an denen sie immer eine große Freude hatte. Sogar auf Feierlichkeiten ihrer Enkel war sie ein stets gern gesehener Gast.

Seit Jahrzehnten war sie aktives und später passives Mitglied im Trachtenverein.

Eine große Leidenschaft der Verstorbenen war über viele Jahre das Stockschießen in geselliger Runde, das sie gemeinsam mit ihrem Mann und vielen Senioren aus der Umgebung entweder auf Asphalt oder den zugefrorenen Seen pflegte, solange es ihr möglich war. Ebenso wichtig für sie war das montägliche Kaffeetrinken mit ihren Schwestern und der intensive Kontakt mit „der alten Heimat“. Mit Haus, Garten und den „Sommerfrischlern“ hatte sie immer ausfüllende Aufgaben.

Vor einigen Jahren erkrankte sie schwer und wurde von ihrem Ehemann und der Familie seither liebevoll umsorgt.

Wie auf der Fraueninsel üblich, wurde der Sarg von ihren Enkeln und in Begleitung einer großen Trauergemeinde um den Lindenplatz getragen. wak

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