neuwahlen auf kreisebene

Daxenberger weiter an Spitze des BLSV

von Redaktion

Im BLSV-Camp in Inzell bestätigte der Bayerische Landessport Verband (BLSV) im Kreis Traunstein Claudia Daxenberger als Vorsitzende. Statt der Abteilungsberichte gab es ein Sportgespräch mit wichtigen Personen aus Politik und Sport.

Inzell – Eigentlich wurde vor fünf Jahren Willi Weinl als Vorsitzender des BLSV-Sportkreises Traunstein gewählt, doch kurz nach seiner Wahl verstarb er plötzlich. „Wir haben damals einen Freund, Sportkameraden, Denker, Lenker und Macher verloren. Er war selbstlos immer für uns alle da“, erinnerte Claudia Daxenberger, seither Kreisvorsitzende.

Statt der Vorträge der Abteilungsleiter gab es einen „Sporttalk“ mit Mandatsträgern, den Harald von Knörzer moderierte. Die Berichte der Vorsitzenden, der Schatzmeisterin und der Referenten hatten die Mitgliedsvereine vorab mit der Post bekommen.

Beim Sportgespräch stellten sich stellvertretender Landrat Andreas Danzer, Bezirksvorsitzender Otto Marchner, Inzells Bürgermeister Hans Egger und Harald Stempfer (Vizepräsident Leistungssport im BLSV) den Fragen des Moderators. Auf die Frage nach mehr Unterstützung des Landkreises für den Sport, erwiderte Danzer, dass Traunstein in den vergangenen fünf Jahren über 220000 Euro an Übungsleiterzuschüssen bezahlt habe. Teilweise würden auch Schulhallen den Vereinen zur Verfügung gestellt. Es gibt hier einen Kreistagsbeschluss für die Kosten. Beiträge würden von den Kommunen erhoben, die damit auch Reinigungskräfte und Reparaturen finanzieren. Zum Thema Übungsleiter, die die Vereine ausbilden, und die dann für die Volkshochschule oder andere Institutionen tätig sind und dem Verein verloren gehen, bezog Danzer klar Stellung: „Wichtig ist immer das Herzblut bei der Sache, um dem eigenen Verein auch was zurückzugeben.“

Priorität hat die Ausbildung der Kinder

Harald Stempfer gab klar zu erkennen, dass die Entwicklung im Sport im Kreis Traunstein auf einem guten Weg ist und man für die Zukunft mit den vielen aktiven Vereinen gut aufgestellt sei. „Wir haben hier in der Region herausragende Trainingsstätten, und die müssen wir mithilfe der Kommunen am Leben halten. Ich sehe schon eine Art Vorbildfunktion mit der Sportentwicklung im Kreis Traunstein“.

Von Inzells Bürgermeister Hans Egger wollte der Moderator wissen, wie wichtig für die Gemeinde die vier Sportvereine mit über 2000 Mitgliedern sind. „Priorität hat, dass die Kinder gut ausgebildet werden. Unsere Spitzensportler, von denen sich hoffentlich alle für Olympia qualifizieren, sind Idole für die Kinder, und das ist auch wichtig für den Breitensport. Somit sind die Sportvereine mit den vielen Übungsleitern für Kinder und Erwachsene sehr wichtig“, so der Bürgermeister. Eine Herausforderung sei die Max-Aicher-Arena, die die Gemeinde pro Jahr 500000 Euro kostet. Hier sei es wichtig, vom Bund Unterstützung zu bekommen, denn alleine könne Inzell das nicht stemmen.

Philipp Weißenbacher schlug vor, das Ehrenamt seitens des Landkreises jedes Jahr in einer besonderen Veranstaltung zu würdigen. Jugendbeauftragter Tom Hofmann wies auf das Jugendleiterseminar am 10. und 11. März hin und bat darum, dass die Vereine bei Bestandsmeldungen den richtigen Ansprechpartner sowie die aktuellen Kontodaten angeben.

Abschließend wurden verdiente Mitglieder geehrt. Maria Baptistella und Gaby Wiblishauser bekamen vom Bezirkstagsvorsitzenden Otto Marchner und Harald Stempfer die Ehrennadel in Bronze überreicht, Claudia Daxenberger, Georg Schmid und Philipp Weißenbacher die Ehrennadel in Silber und Michaela Hillebrand die Ehrennadel in Silber mit Gold.

Neu gewählt

Die Neuwahlen gingen problemlos und schnell über die Bühne. Vorsitzende ist die nächsten fünf Jahre Claudia Daxenberger. Ihre Stellvertreter sind Franz Parzinger und Helmut Heigermoser. Schatzmeisterin bleibt Michaela Hillebrand, Frauenvertreterin bleibt Gaby Wiblishauser. Dr. Rudolf Schenk übernimmt das Amt des Referenten für das Sportabzeichen, für Bildung ist Kurt Bauer zuständig, für den Sport für Ältere Maria Baptistella. Beisitzer sind Manfred Kösterke und Roman Metzner.

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