Mehrzweckhalle in Bernau

Gemeinde saniert Dach und Heizung

von Redaktion

Die Gemeinde Bernau will das Dach und die Heizanlage der Sporthalle an der Buchenstraße im kommenden Jahr im Zuge des Umbaus des angrenzenden Sportheimes in eine Kindertagesstätte sanieren. Darauf hat sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung verständigt.

Bernau – Schon im September hatte Klimaschutzbeauftragter David Schmidtner in einer nichtöffentlichen Sitzung das Gremium über mögliche Fördermaßnahmen bei CO2-Einsparmaßnahmen in der Gemeinde informiert. Diese Informationen wurden nun in der jüngsten öffentlichen Sitzung bekannt gegeben.

Bürgermeister Philipp Bernhofer verlas das Schreiben des Klima-Experten. So heißt es dort, dass maximal 200000 Euro, also 50 Prozent, förderbar seien, sofern es um die energetische Sanierung eines nicht bewohnten und gewerblich nicht genutzten Bestandsgebäudes gehe und wenn dadurch 70 Prozent CO2 eingespart werden könnten. Anhand des Kriterienkataloges wurden verschiedene Gebäude analysiert, wobei sich die Sporthalle dabei als das am besten geeignete Objekt herausgestellt habe. Durch „eine energetische Dachsanierung sowie eine Umstellung auf einen Pelletskessel könnten 89 Prozent der Treibhausgasemisssionen eingespart werden.“

Kosten werden auf 422000 Euro geschätzt

Einer ersten Kostenschätzung zufolge beläuft sich das Sanierungspaket auf rund 422000 Euro. Im Zuge des Umbaus des Sportheimes in eine Kindertagesstätte wird gleichzeitig eine Sanierung und Optimierung der Heizung sowie ein Austauschen des Öl- gegen einen Pelletskessel der Sporthalle nötig sein, um die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (ENEV) zu erfüllen.

Fristgerecht vor dem 31. August 2017 hatte die Gemeinde den Antrag unter dem Titel „Bernauer Sporthalle – Fit machen für Klimaschutz und Energiezukunft“ beim Projektträger Jülich (PTJ) gestellt. Der PTJ ist Teil des Forschungszentrums Jülich, das im Auftrag von Bundes- und Landesministerien sowie der Europäischen Kommission Forschungs- und Innovationsförderprogamme umsetzt.

Bislang habe man noch keine Rückmeldung erhalten, so Bernhofer. Es sei „sinnvoll und kostensparend“, Heizung und Dach im Rahmen des Förderprogramms umzusetzen, sobald die Fördergelder gesichert sind.

Bernhofer ging näher auf das weitere Vorgehen ein. Die Sanierung der Heizung, die mit circa 240000 Euro veranschlagt wird, müsse zwingend aufgrund des Kindergartenneubaus gemacht werden. Die Dachsanierung werde mit maximal 200000 Euro gefördert werden. Ob eine Förderung allein der Heizungsanlage mit dem PTJ-Programm möglich ist, sei ungewiss; jedenfalls wäre die hohe Förderung von 50 Prozent dann nicht ausgenutzt und für die Zukunft verloren. Die Heizungsanlage könnte auch über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert werden, die Fördersumme sei aber dann weitaus geringer.

Dem Beschlussvorschlag, der Heizungs- und Dachsanierung bei der gemeindlichen Sporthalle als ausgewählte Maßnahme zuzustimmen und eine Umsetzung im Jahr 2018 zu beschließen, sofern die Förderung zugesichert wird, stimmten die Gemeinderäte ohne weitere Diskussion einhellig zu.

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