Traunstein – Das Budget für die Ausgaben wurde mit 24,6 Millionen Euro angesetzt, die Einnahmen mit 7,9 Millionen Euro. Im Vergleich zum laufenden Haushalt gibt es 2018 Mehrausgaben von 606500 Euro – darin enthalten sind 125000 Euro für ein neues EDV-Programm. Dieses, so Jugendamtsleiter Franz Feil, werde bereits in vielen Jugendämtern verwendet und könnte die Verwaltung im pädagogischen Bereich entlasten. Für Landrat Siegfried Walch ist aber die Anschaffung noch nicht fix: „Wir werden das hausintern noch bereden.“
100000 Euro mehr müssen für die Jugendsozialarbeit an den Schulen ausgegeben werden. In der Mittelschule Unterwössen soll eine pädagogische Fachkraft für 25 Stunden eingestellt, die Ganztagsstelle in der Mittelschule Traunreut um eine Halbtagstelle aufgestockt werden.
Mit Mehrausgaben von 50000 Euro rechnet das Amt auch für die Beratung und Unterstützung bei der Personensorge. Wenn Elternteile wegen besonderer Vorkommnisse den Umgang mit dem eigenen Kind nicht oder ohne pädagogische Begleitung bewältigen, werde eine pädagogische Fachkraft eingesetzt. Die Eltern dürfen dann ihr Kind nur in Begleitung einer pädagogischen Fachkraft sehen. Da der Bedarf an solchen Begleitpersonen in den vergangenen Jahren zugenommen hat, reichten die im laufenden Haushaltsjahr eingestellten 20000 Euro nicht mehr aus und müssten auf 70000 Euro aufgestockt werden, erklärte Feil. Ebenfalls angestiegen sind die Ausgaben für die Übernahme der Kindertagesstätten-Gebühren. Die veranschlagten Mehrkosten von 80000 Euro seien vor allem nötig, weil immer mehr Flüchtlingskinder die Tagesstätten besuchen.
Weil weniger unbegleitete minderjährige Flüchtlinge kommen, können im Bereich der Heimerziehung 800000 Euro weniger eingeplant werden. Im Gegensatz dazu steigen allerdings die Kosten im stationären Bereich für junge Volljährige um 300000 beziehungsweise 250000 Euro. Als Grund gibt das Jugendamt den Bedarf von jungen ausländischen Volljährigen an, die auch nach dem 18. Lebensjahr noch Hilfe zur Persönlichkeitsentwicklung und eigenverantwortlicher Lebensführung benötigen. So weit möglich, erhielten die jungen Volljährigen Unterstützung in Form von teilstationärer oder ambulanter Hilfe. Manche benötigten jedoch eine vollstationäre Unterstützung. Diese Kosten sowohl für die minderjährigen als auch für die volljährigen Flüchtlinge, die in der Jugendhilfe betreut werden, erstatte jedoch grundsätzlich der Bezirk Oberbayern.
200000 Euro mehr wurden auch für die stationäre Eingliederungshilfe eingestellt. Auch hier sind die Fallzahlen gestiegen. Insgesamt beträgt das Budget für die stationäre Eingliederungshilfe für nächstes Jahr 2,8 Millionen Euro.