Unter das Motto „Geschichte ist das, was einst Zukunft war“ stellte Bernaus Bürgermeister Philipp Bernhofer seine Ansprache zum Totengedenken. Für ihn sei es ein Vorrecht der später Geborenen, zurückzublicken und zu fragen, wann die richtige Zeit gewesen wäre zum Handeln, um einem Krieg entgegenzuwirken. Die Weichen für den Zweiten Weltkrieg seien viele Jahre vorher gestellt worden. Laut Untersuchungen nahm im Vorfeld die Kriegsrhetorik in den Medien massiv zu und die Sprache wurde aggressiver. Leider nähmen auch heute Lügen, Diffamierungen und Beleidigungen immer mehr zu. Die Gefahr sei, dass man sich daran gewöhne. Es sei immer die richtige Zeit zu handeln, Fehlentwicklungen anzusprechen und so den Frieden zu bewahren. In die gleiche Richtung ging es bei VdK-Vorsitzendem Alexander Herkner, der meinte, dass jeder aufgefordert sei, Politiker zu verantwortungsvollem Handeln aufzufordern. Die Musikkapelle spielte den „Alten Kameraden“, als Günther Frey vom Veteranen- und Reservistenverein den Kranz niederlegte.gle/Foto Berger