Der Krieg beginnt mit Worten, denen Taten folgen

von Redaktion

Bei strömendem Regen waren am Volkstrauertag nur wenige Bürger zum Kriegerdenkmal gekommen, dafür aber ordentliche Abordnungen der Unterwössner Vereine. Nach dem Gottesdienst im Pfarrheim mit Pfarrer Martin Straßer und Diakon Erik Oberhorner hatte Bürgermeister Ludwig Entfellner bereits dort der Gefallenen und Verstorbenen gedacht. Viel zu oft lebe der Krieg in Bildern von Heldentaten in Filmen und Erinnerungen, so Entfellner. Das vernachlässige die grausamen Verbrechen und Vergewaltigungen. „Kriegsbilder sind real, der Frieden dagegen abstrakt und nicht fassbar“, so der Bürgermeister. Zum Krieg führten erst Worte, dann Taten. Aktuell betrachte er die Worte in politischen Auseinandersetzungen und den sozialen Medien mit Sorge. Der Bürgermeister rief auf, sich der Gefahr solcher Äußerungen bewusst zu sein. Begleitet vom Salut der Gebirgsschützenkompanie und dem Kirchenchor wurden Kränze niedergelegt.Foto flug

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