Prien – Die Gräueltaten sowie das Leid und der Schmerz der Familien sollten nicht in Vergessenheit geraten, appellierte Schuster. Erinnern sei wichtig, damit sich die Geschichte nicht wiederhole. Man müsse daraus seine Lehren ziehen, aus der Geschichte lernen.
Er wolle an dieser Stelle aber auch dafür danken, was die politisch Verantwortlichen und die Bürger, die sich fürs Gemeinwohl einsetzten, erreicht hätten. Deutschland blicke auf die längste Zeit des Friedens zurück, und das müsse man wertschätzen und bewahren.
„Wir müssen aufpassen, dass die Gesellschaft nicht auseinanderbricht“, mahnte Schuster, dass nicht die Kräfte überhandnehmen, die entzweien statt zu vereinen. Respekt vor der anderen Meinung sei angebracht. Auch dazu diene das Kriegerdenkmal inmitten von Prien und in der Nähe der Pfarrkirche, denn Frieden liege nicht allein in Menschenhand. „Wir leben in Zeiten, in denen man spürt, wie brüchig der Frieden ist. Vielleicht wäre es sinnvoll, den Platz nicht als Kriegerdenkmal, sondern als Friedensdenkmal zu würdigen“, so Schuster.
Im Anschluss erwiesen die Gebirgsschützen mit drei Salutschüssen ihre Ehrerbietung, bevor der lange Zug mit Vertretern des Marktgemeinderats und der Vereine gemeinsam mit der Blaskapelle Prien und der Gebirgsschützenkompanie Prien in Richtung Bahnhof marschierte. wp