Grabenstätt – Eine Auswahl von Hinterglasbildern präsentiert Kurt Lohwasser in einer Ausstellung im Ökonomiesaal. Zu bestaunen sind die 55 facettenreichen Acrylbilder bis Freitag, 1. Dezember.
„Ich bin fast ein bisschen überwältigt“, freute sich der pensionierte Gymnasiallehrer Lohwasser über die vielen Besucher seiner Vernissage. „Da es hier in der Schlossökonomie mit großer Wahrscheinlichkeit meine letzte Ausstellung ist, genieße ich das jetzt auch richtig“, meinte der Hobbykünstler, der heuer seinen 70. Geburtstag feiern konnte.
Bereits vor rund 40 Jahren hatte er einer Kirchenfenstermalerin über die Schulter schauen dürfen und seine Begeisterung für die Malerei entdeckt. Ohne jemals einen Malkurs besucht zu haben, entwickelte er in den folgenden Jahrzehnten mit Acrylfarben einen eigenen, unverkennbaren Stil.
Lohwasser zeigt 55 Gemälde – seine Motive reichen von heimischen und fernen Landschaften bis zu bunten Blumen und dem Thema Religion. Ein besonderer Augenschmaus sind jene Werke, die Lohwasser in alten hölzernen Fensterrahmen platziert hat. Prächtig sind die Impressionen aus Kroatien, wo die Hinterglasmalerei seit jeher eine bedeutende Rolle spielt.
„Wir werden dafür einen Ehrenplatz im Rathaus finden“, freute sich Bürgermeister Georg Schützinger über das Grabenstätt-Gemälde, das Lohwasser der Gemeinde schenkte. Es zeigt den malerischen Ort mit Chiemsee im Hintergrund im Jahre 1860. Der niederbayerische Kunstmaler Franz Xaver Zattler hatte auf seiner Rom-Reise am Ostufer des Chiemsees Station gemacht und fertigte eine Skizze von Grabenstätt an. Ein Freund Lohwassers war vor einigen Jahren zufällig darauf gestoßen und erzählte ihm davon – es war die Geburtsstunde des Gemäldes.
Die Ausstellung sei eine „wunderbare Sache“, er wünsche ihr einen „guten Verlauf und viele Gäste“, so Schützinger. Es sei immer eine große Freude und Ehre, wenn man die Schlossökonomie für solche Ausstellungen und andere Kulturveranstaltungen öffnen könne.
Noch bis 1. Dezember zu sehen
Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von der Lehrerband des Staatlichen Landschulheims Marquartstein mit Erwin Appenzeller (Klavier), Benjamin Riegel (Schlagzeug) und Peter Straßer (Bass). Auch der fränkische Alphornbläser Thomas Reichel, ein Freund Lohwassers, begeisterte mit außergewöhnlichen Klängen.
Geöffnet hat die Ausstellung bis 1. Dezember Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr, donnerstags auch von 14 bis 16 Uhr, und am Wochenende von 13 bis 15 Uhr. Am Sonntag, 26. November, ist sie geschlossen. mmü