bürgerversammlung inzell

Gute Entwicklung bei Finanzen und Gästezahlen

von Redaktion

Schwach besucht war die Bürgerversammlung im Inzeller Festsaal, was vielleicht auch daran liegt, dass es nahezu keine Probleme gibt im Ort. Zufrieden blickte Bürgermeister Hans Egger auf das abgelaufene Jahr zurück; besonders erfreut ist er über die sinkende Pro-Kopf-Verschuldung.

Inzell – 57 Inzeller, so der Bürgermeister, sind im Vorjahr verstorben. Die Einwohnerzahl lag Ende 2016 bei 4756, derzeit ist sie bei 4793, wobei es heuer bisher 37 Geburten gab. Die Fritz-und- Brigitta-Gastager-Stiftung habe heuer wieder 23700 Euro an die Inzeller Vereine ausgeschüttet.

Der Bürgermeister erklärte ausführlich die gemeindlichen Finanzen, die sich verbessert haben: Lag die Pro- Kopf-Verschuldung vor fünf Jahren noch bei 1634 Euro, konnte sie Schritt für Schritt verringert werden – auf nun 1280 Euro.

In der Grund- und Mittelschule würden derzeit 143 Schüler von 14 Lehrkräften unterrichtet. Hans Egger dankte der Rektorin Elke Thurmayr, die immer viel Neues für die Schule entwickle – heuer zum Beispiel eine neue Weitsprunganlage direkt an der Schule. Eine interne Qualitätsprüfung habe der Inzeller Schule heuer eine sehr gute Beurteilung ausgestellt. 41 Kinder besuchten die Mittagsbetreuung.

Zu den 98 Kindern im Kindergarten kämen 15 weitere in der Kinderkrippe, und seit September zwölf im Waldkindergarten. 40 Kinder seien in den betreuten Spielgruppen in der Musikschule.

An der Cajetan-Adlgasser Musikschule sorgen derzeit 18 staatlich geprüfte Musiklehrer dafür, dass 692 Musikschüler (von Kindern bis zu den Erwachsenen) eine sehr gute musikalische Ausbildung erhalten.

Lob für Feuerwehr und Büchereihelfer

Die Inzeller Feuerwehr hatte 83 Einsätze verschiedener Art zu bewerkstelligen. Ende 2018 soll sie eine neue Drehleiter erhalten. Der Bürgermeister betonte, dass es keine Selbstverständlichkeit sei, sich unentwegt in den Dienst der Mitmenschen zu stellen. Er bat darum, bei Beerdigungen nicht am Feuerwehrhaus zu parken, um Einsätze nicht zu behindern. Besonderes Lob zollte Egger den vielen ehrenamtlichen Helfern in der Gemeindebücherei unter Leitung von Heidi Kühner.

Erfreulich seien die Gästezahlen. Die Tendenz gehe jedoch dahin, dass die Aufenthaltsdauer der Gäste kürzer wird. Mit ein Grund für die guten Übernachtungszahlen sei die Max-Aicher-Arena, denn durch Veranstaltungen im Eisschnelllauf und Eisspeedway kämen zahlreiche Gäste und Sportler in den Ort.

Ein Lob des Bürgermeisters ging auch an den gemeindlichen Bauhof, der in diesem Jahr umgezogen ist. In der Hoffnung auf baldigen Schnee bat der Bürgermeister bereits jetzt um das Verständnis der Bürger für den Räumdienst: „Eine Runde mit dem Fahrzeug dauert eine Stunde, und deshalb kann der Schneeräumdienst nicht gleichzeitig überall sein.“ Er hoffe auch, dass die 80 Loipenkilometer im kommenden Winter oft gespurt werden können.

Ziel: Mehr Förderung für Sportstätten

Wichtig ist dem Gemeinde-Chef auch die Sportstättenförderung. Vor einigen Wochen habe sich der Sportausschuss des Deutschen Bundestages ein Bild von der Lage in Inzell gemacht, wobei die Gemeinde rund 500000 Euro für die Max-Aicher-Arena zu finanzieren hat. Eine gewisse Summe sei nun durch den Bayerischen Landessportverband finanziert worden, doch das Ziel sei eine höhere finanzielle Unterstützung durch Bund und Land.

Derzeit, so Bürgermeister Egger, leben 70 Asylbewerber in Inzell. Er dankte allen, die sich um die Menschen kümmern und auch für den Deutschunterricht verantwortlich sind. Einzelne Asylbewerber seien schon in örtlichen Betrieben beschäftigt, und man habe gute Erfahrungen gemacht.

Erfreulich sei für die Gemeinde auch die Entwicklung im Gewerbegebiet im Sulzbacher Feld. Die Belange der Fachbehörden wurden abgearbeitet, und alles abgestimmt. Als nächstes stünden für das Sulzbacher Feld die genaue Planung mit Ausschreibung sowie Gespräche mit den Interessenten an.

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