Doppelkonzert

Zwei Kapellen auf einer Wellenlänge

von Redaktion

Blasmusikanten spielten zusammen

Übersee – Da haben sich zwei Kapellen gesucht und gefunden. Das grandiose Doppelkonzert der Schlechinger und der Überseer Blasmusikanten im „Konzertsaal“ der Überseer Turnhalle spiegelte nicht nur deren großartiges Können wider, sondern auch Harmonie, Humor und Wertschätzung untereinander. Die gut 400 Besucher dankten es ihnen: Bravo-Rufe und viel Beifall begleiteten beide Musikgruppen durch das Konzert.

Der Funke sprang schon beim Einmarsch der Schlechinger auf die Gastgeber und das Publikum über. Einen erheblichen Anteil an dem genussvollen Abend hatten auch die beiden Moderatoren, Muck Bauer und Martin Bauhofer für den Schlechinger beziehungsweise Überseer Programmteil, mit ihren informativen kleinen Geschichten zum Schmunzeln.

Den längsten Beifall des begeisterten Publikums er-hielten die Schlechinger für ihr modern-jazziges Pot-pourri der „Glenn Miller-Story“, arrangiert und bearbeitet von ihrem Dirigenten Walter Reisenauer. Aber auch die Liebhaber konzertanter Blasmusik kamen mit den Fantasien von Jaques Offenbach, dem Marsch „Venezia“ von Gaetano Fabiani, der Polka „Freudentränen“ von Guido Henn sowie den Stücken „Piccolobello“ von Antonin Svehla und „Zum Städtel hinaus“ von Georg Meissner wieder voll auf ihre Kosten. Als Zugabe präsentierten die Gäste ihr „Erkennungszeichen“, den „Gamsgebirgs-marsch“, sogar mit Gesang.

Facettenreich, vielfältig und in gewohnt höchster Qualität zeigte sich dann die Blaskapelle Übersee unter der Leitung von Thomas Lindlacher. Auch hier kam mit dem „Fernseh-Kultabend“, einem Medley aus aktuellen TV-Musikstücken, der Ausflug in die Moderne am besten an. Die blasmusikalischen Interpretationen reichten von der Eurovisionshymne bis zum „Traumschiff“. Bravo-Rufe gab es auch für den leidenschaftlichen Pasodoble „Sicilia“ von Ferrucio Apollonio.

Kapellen spielten

zum Schluss gemeinsam

Souverän meisterten die Musiker aber auch die klassische Blasmusik aus Böhmen mit der Polka „Mein schönes Heimatdorf“ von Antonin Zvacek und den Walzer „Goldene Stadt“ von Frantisek Manas sowie die anspruchsvolle Ouvertüre zur komischen Oper „Leichte Kavallerie“ und den Marsch aus „Boccaccio“, beides von Franz von Suppé. Als Zugabe präsentierten die Überseer die „Katharinen-Polka“ von Kurt Gäble, angelehnt an die mährische Volksmusik.

Mit einem einzigartigen Klangerlebnis für die Zuhö-rer setzten die beiden gleichstarken Kapellen von zu-sammen 90 Musikern dann schließlich noch mit zwei Gemeinschaftsstücken einen gewaltigen Schlusspunkt unter das umjubelte Konzert. Leiter Walter Reisenauer dirigierte den Marsch „Regi-mentsgruß“ von Heinrich Steinbeck und Thomas Lindlacher den „Erzherzog-Albrecht-Marsch“ von Karl Komzak.

Die erfolgreiche Freundschaftsgeschichte der beiden Kapellen wird im kommenden Jahr weitergehen. Spontan sprachen Musikvorstand Thomas Strohmayer und Dirigent Walter Reisenauer gegenseitige Einladungen zum Frühjahrskonzert in Übersee am 30. April und zum Sommerkonzert in Schleching am 23. Juni aus. vd

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