Staudach-Egerndach – Der Hinweis auf den möglichen Ausbau des Battistiwegs warf in der Bürgerversammlung im Gasthof „Zum Ott“ einige Fragen auf, die Bürgermeister Hans Pertl beantwortete. Früher sei der Battistiweg ein Feld- und Waldweg gewesen, der später staubfrei gemacht wurde, erklärte er. Eine Ersterschließung gab es bislang noch nicht – damit gemeint sei der Ausbau der Straße mit frostsicherem Unterbau, Entwässerung und Beleuchtung.
Der Bürger, der sich danach erkundigt hatte, betonte, dass der als Anliegerstraße titulierte Weg 1986 im Zuge der Kanalbaumaßnahme neu erstellt worden war. Nun befürchteten die Anlieger, dass sie „mit einer nicht unerheblichen Summe am Ausbau beteiligt werden“ und fragte nach den Kosten. Laut Pertl handle es sich um eine Ortsstraße. Beim Kanalbau wurde diese zwar aufgerissen und wieder geschlossen, nicht aber ausgebaut.
Noch zu früh für Aussage über Kosten
Bezüglich der Kosten erklärte der Rathauschef, dass derzeit eine Vorplanung in Auftrag gegeben wurde. Umfang und Kosten würden ermittelt. Erst danach werde der Gemeinderat über einen Vollausbau entscheiden. Sollte der Rat für die Ersterschließung sein, werde die Planung den Anliegern vorgestellt. Dann könne man auch über die Kosten informieren. „Irgendwann müssen alle Straßen im Sinne aller Bürger ersterschlossen werden“, fügte Pertl hinzu. Sonst gingen Reparaturarbeiten immer zu Lasten der Gemeinde und damit aller Bürger. Gefragt wurde nach freiem WLAN in Schule und Verkehrsamt. Diesbezüglich sei nichts geplant, informierte Pertl.
Die Vorgehensweise des Wasserwirtschaftsamtes bei der Abholzung entlang des Achendamms kritisierte Hartmut Koeppen. Der Bewuchs wäre für die Natur wichtig gewesen. Nun habe man einen „schönen Blick“ auf das Klärwerk, meinte Koeppen ironisch und fragte nach der Notwendigkeit, „radikal jeden Baum, jeden Busch und jeden Grashalm“ zu entfernen.
Als Bürgermeister werde er nichts gegen diese Arbeiten unternehmen, erklärte Pertl, da sie im Sinne der Hochwassersicherheit seien. Für Lastwagen und Bagger mussten Zufahrten gemacht werden. Zudem sei dies eine Angelegenheit des Wasserwirtschaftsamtes, nicht der Gemeinde.
Ob ein Geschäftsleiter für das Kommunalunternehmen „Achental Tourismus“ gefunden wurde, interessierte Basti Starflinger. Laut Bürgermeister Pertl wurde aus den 23 Bewerbungen ein Bewerber aus Unterwössen ausgewählt. Dieser werde noch öffentlich vorgestellt. Josef Klinger fragte nach dem neuen Wertstoffhof. Laut Pertl werde der für Grassau, Marquartstein und Staudach-Egerndach gemeinsame Wertstoffhof noch in diesem Jahr im Grassauer Gewerbegebiet eröffnet. Der eigene Wertstoffhof neben dem Feuerwehrhaus werde dann noch bis Anfang Februar weiterbetrieben, dann aufgelöst.tb