Rimsting – Im Alter von 92 Jahre ist Elisabeth Feth gestorben. Eine große Trauergemeinde beteiligte sich am Requiem in der Pfarrkirche und gab der Rimstingerin das letzte Geleit auf dem Friedhof. Über 60 Jahre wirkte sie verdienstvoll in der Kirchenmusik mit und leitete auch zehn Jahre den Seniorenclub der Pfarrei Rimsting.
Ihre Wiege stand in Pauluszell in Niederbayern, wie Kaplan Pater Josy George aus ihrem Lebenslauf berichtete. Sie wurde als jüngstes von fünf Kindern der Eheleute Werner geboren. Nach dem Schulbesuch und abgeschlossener Ausbildung in Pauluszell arbeitete sie dort in der Gemeindeverwaltung. Schon sehr früh hatte sie Freude an der Kirchenmusik. Während der Jahre des Zweiten Weltkrieges leitete sie in der Heimatpfarrei den Kirchenchor und versah den Organistendienst.
1947 heiratete sie Matthias Feth. Aus beruflichen Gründen zogen sie in den Kreis Düren. Dem Ehepaar wurden drei Kinder – Gerwin, Reimund und Bernhard – geschenkt. An den späteren fünf Enkelkindern und vier Urenkeln hatte sie besonders viel Freude.
1965 kam die Familie nach Rimsting. Da die Musik ihre Leidenschaft war, gehörte sie bald dem Kirchenchor an. Für ihr verdienstvolles Wirken in der Kirchenmusik in 62 Jahren erhielt sie vom erzbischöflichen Ordinariat München und Freising im Jahre 2003 eine Ehrenurkunde.
Das Wohl der Familie stand für sie immer im Vordergrund, betonte Kaplan Josy. 2011 verstarb ihr Ehemann Matthias, den sie viele Jahre wegen seiner Erkrankung aufopferungsvoll umsorgt hatte. Seit einem Jahr war sie selbst bettlägerig gewesen und musste zu Hause bis zum Tode gepflegt werden.
Der Pater sang am Ende seiner Ansprache eindrucksvoll allein und ohne Orgelbegleitung zu Ehren der langjährigen Chorsängerin ein Marienlied. Ein solches hatte er bei seinen Krankenbesuchen, mit ihr zusammen, oft gesungen. th