Ruhpolding – Erneut ging es im Bauausschuss um den Bau einer Almwirtschaft als Ersatz für die bisherige Unternbergalm. Inzwischen fand ein Ortstermin statt. „Alles ist vernünftig gestaltet“, resümierte Bauamtsleiter Hans Hechenbichler und plädierte für die Zustimmung, die das Gremium einstimmig erteilte.
In der Oktobersitzung wurde die „nicht mehr almtypische“ Nordfassade beklagt; zumindest das Panoramafenster auf dieser Seite sollte unterteilt werden. Mitte November erläuterte bei einem Ortstermin der Bauherr den Bau-Ablauf und bedauert, dass der Tekturantrag nicht bereits vor der Bauausführung eingereicht worden war. Die Nordfassade mit dem Panoramafenster und dem Balkon entspreche dem heutigen Standard einer modernen Berggaststätte und dem Anspruch der Besucher. Darum werde beantragt, auf die Unterteilung des Panoramafensters zu verzichten.
Der Kreisbaumeister kritisierte, dass er nicht über die Planänderung informiert wurde, was in einer so exponierten Lage unbedingt erforderlich gewesen wäre. Außerdem erwarte er von den Bauherren einen Vorschlag zur optischen Gliederung der Nordfassade – eventuell auch durch Stützen und Streben im Bereich der Giebelwand. Er habe unter anderem auch verlangt, dass der Kelleranbau zurückversetzt wird, damit die Hausflucht des Hauptgebäudes optisch erhalten bleibt. Hier wäre zumindest eine Holzschalung erforderlich.
Der vorliegende Tekturplan entspricht diesen Auflagen. Eine sogenannte „vorgesetzte Gliederung“ vor dem Panoramafenster würde diese Forderung erfüllen. „Der Blick für den Gast wird dadurch nicht maßgeblich beeinträchtigt, und er kann die Sicht ins Tal genießen“, stellte der Rathauschef fest. Dies wäre ein guter Kompromiss.
Der Bauausschuss erteilte das gemeindliche Einvernehmen unter der Auflage, dass die Nordfassade gegliedert wird.