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„Fairtrade“ muss in die Köpfe

von Redaktion

Seit Februar darf sich Traunstein „Fairtrade-Stadt“ nennen. Doch das ist noch nicht ausreichend in den Köpfen angekommen.

Traunstein – Vorangegangen waren einige Veranstaltungen und die Bildung einer Steuerungsgruppe, um den Kriterienkatalog des Vereins „Transfair“ abzuarbeiten. Einige Einzelhandelsgeschäfte, gastronomische Betriebe sowie Schulen und Kindertagesstätten beteiligten sich ebenso wie drei Kirchengemeinden. Die Stadtverwaltung selbst schenkt beispielsweise fair gehandelten Kaffee aus. Sie alle legen Wert auf den Kauf von Produkten, die unter fairen, sozialen und nachhaltigen Arbeitsbedingungen hergestellt und verkauft werden.

Dass bei der Beteiligung noch Luft nach oben ist, ist nach den ersten sieben Monaten klar. Die Initiatoren wollen weiter zu dem Thema sensibilisieren und Betriebe wie Verbraucher gleichermaßen für fair gehandelte Produkte gewinnen.

Die Anregung der Grünen-Fraktion war, ähnlich dem Vorbild der ebenfalls als „Fairtrade-Stadt“ ausgezeichneten Stadt Burghausen, an den Ortsschildern auf das Gütesiegel hinzuweisen. Zweiter Bürgermeister Hans Zillner empfindet so ein Schild als überflüssig und eine Belastung für die Autofahrer. Der Schilderwald nehme weiter zu. Ulrike Hoernes (Traunsteiner Liste) würde hingegen gerne „herzeigen, dass wir eine ‚Fairtrade-Stadt‘ sind.“ Christa Fuchs (CSU) betonte, dass man dann einiges anderes dazuhängen könnte, da Traunstein viele wichtige Themen wie beispielsweise „Schulstadt“ habe.

Der Kompromissvorschlag von Oberbürgermeister Christian Kegel, die Stadtverwaltung werde nach dauerhaften Alternativen suchen, wurde einstimmig befürwortet.

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