Immer mehr kleinkronige Obstbäume in den Gärten

von Redaktion

Kreisfachberater Harald Lorenz referierte in der Jahreshauptversammlung der Blumen- und Gartenfreunde Bernau

Bernau – Gut besucht war die Jahresversammlung der Blumen- und Gartenfreunde Bernau. Über 60 Mitglieder und Interessierte saßen dicht gedrängt im Pavillon des „Farbinger Hofs“.

Harald Lorenz, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege des Landratsamtes Rosenheim, referierte über kleine Obstbäume für den Hausgarten. Da mittlerweile nicht jeder das Glück habe, über einen großen Garten zu verfügen, aber dennoch der Wunsch bestehe, selbst Obst anzubauen, hätten sich in den letzen Jahren kleinkronige Bäume als Pflanzmaterial durchgesetzt. Dabei müsse man wissen, dass ein Obstbaum eigentlich aus zwei Bäumen bestehe: aus einer Unterlage, auf der eine Edelsorte veredelt wird.

Die Unterlage – meist ein Wildling – bestimmt die Wuchshöhe, und der Edelreiser die Sorte und dadurch die Form, die Frucht, die Farbe, das Aroma und die Haltbarkeit des Obstes. Busch- und vor allem Spindelbäume sind sehr schmale Obstbäume, die einige Vorteile mitbringen. Man kann sie ohne eine Leiter pflegen – und damit sind sie auch seniorengerecht. Durch gezielte Sortenwahl kann auch eine lange Erntezeit erreicht werden.

Da die Unterlage aber nur sehr dünne und empfindliche Wurzeln bildet, muss man immer eine stabile Stütze verwenden und auf die Bodenqualität achten; die Lebenserwartung solcher Bäume geht aber oftmals nicht über 20 Jahre.

Beim Pflanzen ist darauf zu achten, dass sich die Veredelungsstelle etwa zehn bis 20 Zentimeter über dem Boden befindet, da sonst das gebremste Wachstum verschwindet. Im ersten Jahr wird der Pflanzenformschnitt vorgenommen. Oftmals kann man schon im darauf folgenden Jahr mit der Ernte beginnen.

Am Ende seines Referats stellte Lorenz noch eine Reihe Apfel- und weitere Obstsorten vor, die in der heimischen Gegend gut anwachsen. Die Besucher spendeten viel Applaus für den informativen Vortrag.

Im anschließenden Rückblick berichtete Vorsitzende Rosemarie Widmann über die Höhepunkte des vergangenen Jahres, darunter Ausflüge, Fahrten, Gartenseminare, die Beteiligung am Ferienprogramm und bei der Umweltaktion Rama-Dama, als Sondertermin auch noch mal mit der Grundschule.

Der Kassenbericht von Klaus Daiber fiel positiv aus, was Kassenprüfer Lorenz Steindlmüller bestätigen konnte.

Sieger geehrt

Spannend war auch wieder das Ergebnis des Blumenschmuckwettbewerbes, bei dem sich heuer nicht so viele Mitglieder beteiligt hatten wie sonst üblich. Widmann hatte aber sehr viele wunderbar gepflegte Hausfassaden und Gärten gesehen, die jederzeit mitmachen hätten können. Dies sei ihr Wunsch für das kommende Jahr.

In der Kategorie Wohnhäuser erzielte Maria Hormann einen ersten, Ursula Freimoser einen zweiten und Elfriede Härtl einen dritten Platz. In der Rubrik Geschäftshäuser erreichte Auguste Lackerschmid („Martlschuster“) den ersten Platz vor Sepp Wörndl vom Seiserhof. Bei den Bauernhäusern holte sich mit Höchstpunktzahl wieder einmal Erika Moosmüller den ersten Platz, den zweiten Rang belegte Irmgard Scheck. Den dritten Platz teilten sich die punktgleichen Therese Pfaffinger und Monika Deingruber. Alle erhielten aus der Hand der Vereinsvorsitzenden Ehrengaben als kleines Dankeschön für ihren vorbildlichen Blumenschmuck.

Nach einem kurzen Ausblick auf das kommende Gartenjahr erhielt jedes Mitglied einen Holzstern und ein Glas Honig aus den Imkereien Josef Seiser und Josef Weingartner. gle

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