Traunstein – Einen Antrag für mehr Barrierefreiheit in der Stadt stellte Karl Schulz (CSU) in der Stadtratssitzung. Er machte deutlich, dass Barrierefreiheit heiße, dass Gebäude und öffentliche Plätze, Arbeitsstätten und Wohnungen, Verkehrsmittel und Gebrauchsgegenstände, Dienstleistungen und Freizeitangebote wie auch Internetseiten so gestaltet sind, dass sie für alle ohne fremde Hilfe zugänglich sind.
Schulz wies darauf hin, dass Traunstein Modellkommune für den Weg des Freistaates zum Ziel „Bayern barrierefrei 2023“ war. Man habe Schwachstellen und Handlungsempfehlungen erarbeitet. Jedoch: „Das Thema ‚Barrierefreiheit‘ ist leider in den Köpfen und den Herzen noch immer nicht so wirklich angekommen.“ Zu sehr werde es mit Menschen mit Behinderung in Verbindung gebracht. Damit schiebe man die Thematik in den Bereich „Randgruppenthema.“
Sein Fazit: „Auch in Traunstein kommen wir im eigenen Wirkungskreis bisher mit barrierefrei nicht richtig voran, weil noch immer nicht barrierefrei mitgedacht und mitbedacht wird.“
Abgesenkte Übergänge, ebenerdige Zugangsbereiche, Fahrstühle und barrierefreie Bus- und Bahnstationen seien auch für Senioren, Kinder und Eltern eine Erleichterung. Die Stadt müsse in jeder Lebensphase attraktiv und lebenswert bleiben. Vor dem Hintergrund knapper öffentlicher Kassen forderte er auf, bei den Maßnahmen „zielgerichtet, planmäßig und strategisch vorzugehen.“
„Ein immerwährender Auftrag“, stimmte Oberbürgermeister Christian Kegel zu. Der Stadtrat steht einstimmig hinter dem Antrag.wz