Die Bauarbeiten an einem der zentralen Verkehrsknotenpunkte Priens schreiten jetzt planmäßig voran, nachdem diese Woche ein Bagger auf der gesperrten Kreuzung See-/Hochriesstraße eine Gasleitung beschädigt und die Feuerwehr auf den Plan gerufen hatte, weil Gas austrat. In weiten Teilen Priens, die Erdgas beziehen, blieb die Heizung bis in den Abend hinein kalt. Gestern Morgen wurde die Höhe der Mittelinsel für den Minikreisel zentimetergenau so vermessen, dass sie von allen Seiten trotz Gefälle für Autofahrer rechtzeitig erkennbar ist, aber trotzdem so überfahren werden kann, dass es zwar im Auto dann ordentlich rumpelt, aber keine Schäden am Unterboden entstehen können. Die Baufirma begann gestern damit, das Pflaster für die Mittelinsel zu setzen sowie für weitere, verkehrslenkende Bereiche. In der See- und Hochriesstraße werden leicht überhöhte Fahrbahnteiler gesetzt, die Schildkröten genannt werden, weil ihre Form an den Panzer eines solchen Tieres erinnert. Aus der Bahnunterführung heraus wird am Fahrbahnrand eine Wölbung auf die Straße gepflastert, die wie ein halber Tropfen aussehen wird. Autofahrer müssen leicht die Richtung verändern, wenn sie nicht das Pflaster überfahren wollen. So werden Pkw gebremst und fahren nicht zu schnell in den kleinen Kreisverkehr ein. Am nächsten Freitag soll laut Zeitplan die umgebaute Kreuzung asphaltiert werden, sodass sie pünktlich zum ersten Adventswochenende freigegeben werden kann, wenn unter anderem wegen des Christkindlmarktes auf der Fraueninsel viel zusätzlicher Verkehr von Tagesausflüglern in Richtung Chiemsee erwartet wird. Der Bau des Minikreisels war schon vor Jahren von der Kommunalpolitik beschlossen worden, um die Staugefahr an dem viel befahrenen Knotenpunkt zu senken. Wegen der stagnierenden Verhandlungen mit der Deutschen Bahn über die Umgestaltung des unmittelbar südlich angrenzenden Grundstücks war die Umsetzung aber immer wieder verschoben worden. Jetzt hatte der Markt Prien auf Anregung des fraktionsübergreifenden „runden Tischs Verkehr“ den Bau trotz der Hängepartie mit der Bahn beschlossen (wir berichteten wiederholt). Die gesamte Baumaßnahme wird voraussichtlich gut 100000 Euro kosten. Foto Berger