Katharinentag der Marktgemeinde

Ehrenmünzen für Abé und Hattenkofer

von Redaktion

Großzügige Schenkung an Markt Prien und Verdienste um Städtepartnerschaft mit Valdagno gewürdigt

Prien – Der Tag der Marktpatronin von Prien, der heiligen Katharina, wird traditionsgemäß mit einem Gottesdienst und anschließendem Abendessen von Gemeindemitarbeitern, Gemeinderäten, der Geistlichkeit sowie weiteren geladenen Gästen begangen.

In seinem Grußwort sagte Bürgermeister Jürgen Seifert, es „geht uns so gut wie nie zuvor“. Dennoch wolle er aus aktuellem politischen Anlass zum Nachdenken anregen. „Lassen Sie uns alle für das eintreten, was wir uns erarbeitet haben, für das, was uns stark gemacht hat. Damit die, die unsere Grundfeste erschüttern wollen, keine Chance haben“.

Er schloss seine Rede mit dem Hinweis, dass in diesem Rahmen Menschen geehrt würden, die sich für die Gemeinschaft eingesetzt hätten. Die goldene Ehrenmünze von Prien erhielten Brigitta Abé und Dr. Peter Hattenkofer für ihr „herausragendes Engagement zugunsten des Marktes“.

Zuletzt war diese hohe kommunale Auszeichnung 2012 der früheren Zweiten Bürgermeisterin und Sozialreferentin Renate Hof, insbesondere für ihre vielfältigen sozialen Verdienste, verliehen worden.

Abé hatte im Gedenken und im Sinne ihres kürzlich verstorbenen Mannes Eberhard dessen Wunsch entsprochen und 109 Exponate aus der privaten Sammlung dem Markt Prien übereignet.

Die 58 Gemälde und 32 Zeichnungen des Chiemsee-Malers Hugo Kaufmann sowie 19 Exponate anderer Künstler werden künftig im Casa Kronast der Öffentlichkeit zugänglich sein. Auch der Erwerb dieses Hauses auf dem Marktplatz wurde durch eine große Zuwendung von Abé möglich, die 90 Prozent des Kaufpreises übernahm.

Das Kronasthaus, eines der ältesten Gebäude Priens, steht zurzeit leer, nachdem eine private Galerie mit angeschlossener Gastronomie geschlossen hatte. Der Markt Prien sucht bereits nach einem neuen Pächter für die Gastronomie. Ab wann in den anderen Räumen eine Kunstsammlung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, ist offen.

Die Abés seien seit 1987 in der Region, beide hätten eine innige Beziehung zum Chiemsee gepflegt, so Seifert bei der Ehrung. Dabei hätten sie eine große Leidenschaft für die Chiemsee-Maler empfunden, die sie professionell studiert hätten. Es sei ein großer Wunsch von Eberhard Abé gewesen, dass seine Kunstwerke im Kronasthaus ihre Heimstatt fänden, „im kulturellen Herzstück von Prien“, so Seifert. Brigitta Abé nahm die goldene Ehrenmünze aus der Hand des Gemeindeoberhaupts in großer Bescheidenheit dankend an.

Dr. Peter Hattenkofer wurde für sein außerordentliches Engagement zur Pflege der Städtefreundschaft und -partnerschaft mit dem norditalienischen Valdagno geehrt.

Der frühere Leiter der Realschule Prien, der zuvor einige Jahre in Rom gelebt und unterrichtet hatte und daher eine enge Verbundenheit zu Italien hatte und hat, habe auch aufgrund des großen Leids der zwei Weltkriege die Idee entwickelt. „Ihr Wissen um all das war für uns ein immenser Rückhalt, um sicher in dieser Partnerschaft aufzutreten sowie diese so lange aufrechtzuerhalten“, fasste Seifert zusammen.

Ein würdiges Denkmal dieser innigen Freundschaft sei heuer mit dem Aufstellen eines Markuslöwen in Prien am Valdagnoplatz vor der Realschule sowie eines bayerischen Löwen in Valdagno im Rahmen der Feierlichkeiten zum 30-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft entstanden. Auch dies gehe auf Hattenkofers Initiative zurück.

Dankend sagte Hattenkofer, er freue sich, dass seine Arbeit nach 30 Jahren nun gewürdigt werde. Er habe sich in diesem Jahr noch einmal „eingeklinkt“, damit die Feierlichkeiten zum Jubiläum der Städtepartnerschaft „nicht zu banal“ würden. Jetzt klinke er sich aber wieder aus.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend heuer im „Fischer am See“ von den Geschwistern Rauch mit alpenländischen Klängen.

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