bürgerversammlunG in Bergen

Infrastruktur im Brennpunkt

von Redaktion

Die Schwerpunkte Infrastruktur mit Wasser, Erdgas und Breitband, der Verbesserungsbeitrag zur Kläranlage, die Sanierung der Maxhütte und der Umbau des katholischen Kindergartens hatte Bürgermeister Stefan Schneider für seinen Vortrag in der gut besuchten Bürgerversammlung gewählt.

Bergen – Mit der Brunnen-Situation zeigte sich Ernst Parziger nicht ganz zufrieden. Er meinte, ob Bergen von den Bohrungen und der Wasserentnahme von den Adelholzener Alpenquellen profitieren könne, es sei ja schon vor 20 Jahren diskutiert worden, zur Wasserversorgung ein zweites Standbein zu schaffen. „Die Adelholzener Alpenquellen sind ein großer Gewerbesteuerzahler, und es besteht für die Wasserversorgung ein Notverbund“, sagte Schneider. Ein zweites Standbein verursache nur Kosten, da sei ein Notverbund, bei dem man einfach umschalten könne, wesentlich effizienter. Die Bohrungen am neuen Brunnen der Adelholzener Alpenquellen, seien erfolgreich gewesen und gäben durch die Vereinbarungen für die Wasserversorgung noch mehr Sicherheit.

Den Wunsch nach einem öffentlichen WC äußerte Helga Heinle. Zudem wünscht sie sich einen Zebrastreifen über die Hochfellnstraße, ungefähr auf Höhe Rathaus und Kurpark. „Es ist ein Dauerdrama“, sagte Schneider zum öffentlichen WC. Die Situation dort sei dem Reinigungspersonal oft nicht zumutbar – aktuell habe er keine Lösung. Bezüglich der Verkehrssituation sei es schwierig, ohne einen „Unfallschwerpunkt“ einen Zebrastreifen oder eine Ampel zu bekommen.

Die Arbeiten für den Breitbandausbau im Ortsgebiet seien ein Eigenausbau der Telekom, auf den die Gemeinde wenig Einfluss habe, so Schneider. Bergen bekomme für den Breitbandausbau keine Förderung, da es bereits eine flächendeckende Versorgung mit Kabelfernsehen gebe. Welche Alternative es dann für eine entsprechende Internetversorgung gibt, wollte Gisela Steiner wissen. Der Bürgermeister verwies darauf, dass – beim freien Blick auf den Hochfelln – das Ruhpoldinger Unternehmen RuhNet mit Richtantennen eine schnelle Verbindung schaffe.

Im Zuge der Grabarbeiten der Telekom hat sich der Gemeinderat entschlossen, gleich Gasleitungen in der Weißachener Straße mitzuverlegen. Diese Leitungen können dann bei Bedarf vom Erdgasversorger „Energienetz Bayern“ genutzt werden. Letztlich soll die Gasleitung mitunter noch im Hausner Weg, dem Tannhäuser Weg, dem Säulner Weg weiter in Richtung Klärwerk verlegt werden. Da im Klärwerk viel Wärme und Strom benötigt wird, um den Reinigungsablauf der Anlage aufrecht halten zu können, soll im Klärwerk durch die Nutzung von Erdgas die Wärme- und Energieversorgung realisiert werden. Wenn ausreichend viele Hauseigentümer einen Anschluss wünschten, werde dies von Energienetz Bayern realisiert. Der Vertrag zur Erdgasversorgung schließe der Hauseigentümer mit dem Versorger ab.

Verträge mit vier Firmen werden ausgearbeitet

Nochmals erläuterte Schneider den Verbesserungsbeitrag, der helfen soll, die Sanierung der Kläranlage zu finanzieren. Dieser werde in der nächsten Gemeinderatssitzung beschlossen und nächstes Jahr fällig. Es gehe um einen niedrigen vierstelligen Betrag. Der Hochwasserschutz an der Weißache sei Aufgabe des Wasserwirtschaftsamtes, sagte Schneider. Aktuell würden nur Reparaturmaßnahmen laufen.

Im Gewerbegebiet Autobahn II seien noch keine Flächen verkauft. Jedoch arbeite man mit vier Firmen Verträge aus. Es handle sich um zwei Firmen aus der Gemeinde und zwei aus Nachbargemeinden. „Wir haben gute Firmen in der Gemeinde und der Region, die sich hier gut weiterentwickeln können“, sagte Schneider.

Für die Sanierung der Maxhütte stellte die Gemeinde einen Bebauungsplan auf. Nun sind die Häuser vermessen, und die Planung könne unter Berücksichtigung der Denkmal- und Brandschutzvorgaben beginnen. Insgesamt sollen 35 Wohneinheiten entstehen – vom Singlehaushalt bis zu Wohnungen für Familien. Baubeginn am „Kassierhaus“ soll laut Schneider im Frühjahr sein. Der katholische Kindergarten soll aufgestockt werden und für acht barrierefreie Wohnungen Platz bieten. Hier sollen die Handwerker im Sommer anrücken.

Das Konzept mit zwei Bürgerversammlungen habe sich bewährt, meinte Zweiter Bürgermeister Herbert Berger. So könne man die aktuellen Themen zeitnah behandeln. In der Bürgerversammlung im April soll dann der Haushalt vorgestellt werden.

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